Pierre Gasly hat sich in der hitzigen Debatte um das 2026er-Reglement klar positioniert. Der Alpine-Pilot unterstützt Anpassungen – vor allem mit Blick auf das Qualifying -, widerspricht allerdings der zunehmenden Kritik, die neuen Autos würden den Einfluss der Fahrer schmälern.
Formel-1-Streit: Gasly verteidigt neue Regeln
Gasly verteidigt neue F1-Regeln
Seit Saisonbeginn sorgt vor allem das verschärfte Energiemanagement für Diskussionen. In Suzuka einigten sich FIA und Hersteller kurzfristig auf eine Reduzierung des Rekuperationslimits pro Runde, um exzessives „Lift and Coast“ im Qualifying einzudämmen. Dennoch blieb der Eindruck, dass die Piloten nicht konstant am Limit fahren können.
Die FIA betonte, es handle sich um eine gezielte Optimierung im Rahmen der Validierung des neuen Reglements. Weitere Gespräche sind für die April-Pause angesetzt, um mögliche Änderungen rechtzeitig vor dem Grand Prix in Miami umzusetzen.
Zusätzliche Brisanz erhielt das Thema durch den heftigen 50G-Unfall von Oliver Bearman in Japan, der die Problematik hoher Geschwindigkeitsunterschiede erneut ins Rampenlicht rückte.
Gasly widerspricht der Schwarzmalerei
Gasly hält die Negativstimmung dennoch für überzogen. „Ich finde, da ist ehrlich gesagt zu viel Negativität drin – und das gefällt mir nicht“, sagte der Franzose in Japan. Man nehme den Fahrern zu viel weg, wenn behauptet werde, sie könnten keinen Unterschied mehr machen.
Vor allem in schnellen Passagen wie Sektor eins in Suzuka komme es weiterhin darauf an, am absoluten Grip-Limit zu operieren. Batterie-Management hin oder her – „du musst immer noch am Limit des Grips fahren, den du bekommst“, stellte Gasly klar.
Gleichzeitig signalisiert er Einigkeit im Fahrerlager: Beim Thema Energiemanagement seien sich alle einig, dass das Qualifying wieder zu einem kompromisslosen Showdown werden müsse.
Formel 1: Alpine im Aufwind
Sportlich liefert Gasly Argumente. In Suzuka qualifizierte er sich als Siebter und verteidigte die Position im Rennen erfolgreich gegen Max Verstappen. Bereits in Shanghai hatte er als Sechster überzeugt.
Alpine profitiert vom frühen Fokus auf das 2026er-Projekt und vom Wechsel auf Mercedes-Power. Gasly beschrieb das aktuelle Paket nach Suzuka als das stärkste, das er je in der Formel 1 gefahren habe. Seine Botschaft ist klar: Das Reglement braucht Feinschliff – aber die Kunst am Lenkrad entscheidet weiterhin.