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Russell kontert Gerüchte: Kein Antonelli-Bonus bei Mercedes

„Kimi wird nicht bevorzugt“

In der WM liegt der Engländer 50 Punkte hinter dem italienischen Spitzenreiter.
Antonelli und Russell in Spa
Antonelli und Russell in Spa
© picture alliance/HOCH ZWEI/SID/HZ
In der WM liegt der Engländer 50 Punkte hinter dem italienischen Spitzenreiter.

Formel-1-Pilot George Russell (28) sieht keine Benachteiligung im Duell mit Mercedes-Teamkollege und WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli.

„Das halte ich für Quatsch. Kimi wird nicht bevorzugt“, sagte der Engländer der Sport Bild und wies entsprechende Medienspekulationen zurück: „Ich kenne die Wahrheit und weiß, welche Wertschätzung ich im Team genieße. Toto (Wolff, d. Red.) hat keinen Lieblingsfahrer.“

Russell betont Respekt vor Antonelli

Seine Beziehung zum italienischen Teenager Antonelli sieht Russell trotz des harten Konkurrenzkampfes auf der Strecke unverändert. „Ich habe Kimi vergangenes Jahr mit dem gleichen Respekt behandelt wie dieses Jahr und die Jahre zuvor auch Lewis (Hamilton, d. Red.). Es spielt für mich keine Rolle, ob einer seine erste Saison in der Formel 1 fährt oder siebenmaliger Weltmeister ist“, sagte Russell: „Wer auch immer mein Teamkollege ist, er ist derjenige, mit dem ich die Garage und die Meetings mit den Ingenieuren teile – und er ist derjenige, den ich schlagen möchte.“

Dennoch sei für Russell ein offener Austausch mit Antonelli, der im Alter von nur 19 Jahren nach seinem ersten WM-Titel greift, entscheidend. „Es gibt keine Geheimnisse zwischen uns, weil wir uns das als Team nicht erlauben können“, sagte Russell: „Wir lernen jedes Wochenende so viel über diese neue Autogeneration, dass, wenn wir uns da limitieren würden, die Konkurrenz vorbeiziehen würde.“

Russell glaubt weiter an WM-Chance

Auch wenn Antonelli vor dem Großen Preis von Ungarn am Sonntag (15.00 Uhr MESZ/Sky) 50 Punkte vor Russell in der Gesamtwertung liegt, glaubt der 28-Jährige weiter an seine WM-Chance. „Ich stand bei fast der Hälfte der Rennen dieses Jahr auf der Pole Position, konnte aber nur zwei Grands Prix gewinnen“, sagte der Engländer, der zuletzt in Belgien nach einer Kollision mit Hamilton in der ersten Runde ausgeschieden war: „Das zeigt: Ich habe den Speed, den es für den Gewinn der WM braucht.“