Viel schlimmer hätte es für Ferrari am Sonntag nicht kommen können. Erst verlor Lewis Hamilton unmittelbar nach dem Start des Heimrennens im italienischen Monza (JETZT im LIVETICKER) zahlreiche Positionen, weil er nach einem Zweikampf mit Teamkollege Charles Leclerc von der Strecke abgekommen war – und dann krachte Leclerc nur wenige Minuten später mit seinem Auto in die Bande.
Formel 1: Ferrari erlebt Albtraum-Start in Monza
Ferrari erlebt absoluten Albtraum
Immerhin: Trotz eines Einschlags bei hoher Geschwindigkeit konnte der 28-Jährige sein Fahrzeug aus eigener Kraft verlassen. Im Anschluss saß er sichtlich benommen auf einem Abschnitt neben der Strecke und wurde vom Streckenarzt durchgecheckt. Die Ursache für den Crash war zunächst noch unklar.
Bei einigen der zahlreich vertretenen italienischen Ferrari-Fans vor Ort flossen die Tränen. „Es ist alles okay. Ich habe mich aber schon besser gefühlt. Ich hatte erst Sorgen, die Augen haben sich nicht gut angefühlt. Jetzt geht es mir aber gut. In ein paar Stunden wird es mir besser gehen“, gab Leclerc einige Zeit später Entwarnung bei Sky.
„Was passiert ist? Ich habe Gas gegeben und das Heck ist ausgebrochen. Wir werden uns das noch genauer anschauen“, kündigte er an.
Schumacher gibt Hamilton die Schuld
Hamilton war einen Platz hinter Leclerc von Position vier ins Rennen gestartet, war jedoch nach seinem gescheiterten Überholmanöver nach dem Start einige Plätze zurückgefallen.
Während der Engländer via Funk monierte, dass sein Teamkollege ihn von der Strecke gedrängt hätte, sah TV-Experte Ralf Schumacher den Fehler bei Hamilton. „Leclerc ist seine Linie gefahren. Die Ecke ist einfach zu eng. Er hätte früher abbrechen müssen“, erklärte der ehemalige Rennfahrer bei Sky.
Nach dem Ausscheiden von Leclerc, das eine Unterbrechung zur Folge hatte, liegt Hamilton auf Rang acht. George Russell führt das Feld vor Pierre Gasly und Max Verstappen an.