Christian Horners späte Abrechnung
Fix! Red-Bull-Boss gefeuert
Christian Horner erzählt etwas mehr als ein Jahr nach seinem Red-Bull-Aus seine Seite der Geschichte - und kritisiert seine früheren Bosse und Weggefährten.
Mehr als ein Jahr nach seinem Aus bei Red Bull hat der langjährige Teamchef Christian Horner ausführlich seine Seite der Geschichte erzählt – und dabei offenbart, dass ihm kein konkreter Grund für seine Ausbootung beim Formel-1-Rennstall genannt wurde.
„Ich glaube, es gab das Gefühl, dass zu viel Kontrolle in meinen Händen lag. Aber man hat mir nicht wirklich einen Grund genannt“, sagte Horner dem Guardian.
So was das Red-Bull-Aus für Horner
Horner wurde im Juli 2025 nach 20 Jahren an der Spitze des Rennstalls abgesetzt. Unter seiner Leitung gewann Red Bull sechs Konstrukteurs-Weltmeisterschaften sowie acht Fahrertitel – vier mit Sebastian Vettel, vier mit Max Verstappen.
Infolge der Affäre um angeblich übergriffiges Verhalten des Briten gegenüber einer Mitarbeiterin im Jahr 2023 geriet Horner jedoch mehr und mehr in Misskredit.
Zwar hielt Red Bull lange an Horner fest, doch die Entscheidung zu Gunsten des am Ende auch wegen seines Führungsverhaltens oft kritisierten Horner sorgte für viele Verwerfungen und innere Konflikte: Designguru Adrian Newey, Teammanager Jonathan Wheatley und Supertechniker Rob Marshall (wechselte zu McLaren) verließen Red Bull wegen Horner. Auch das Verhältnis zu Verstappen und dessen Vater Jos war am Ende massiv angespannt.
Horner selbst spielte Verstappens Rolle bei seinem Aus herunter: „Nein, es war eine Red-Bull-Entscheidung. Nach Dietrichs Tod änderte sich die Führung“, erklärte Horner in Anspielung auf den 2022 verstorbenen Firmengründer Didi Mateschitz. Aus Horners Sicht haben die Skandalvorwürfe am Ende keine Rolle mehr gespielt: „Ich habe das hinter mir gelassen und sie zurückgewiesen. Es ging um die damalige Performance und die Zukunftsaussichten.“
Trauerfall traf Horner kurz vor Ausbootung
Die Entlassung traf Horner in einer extrem belastenden privaten Phase: Zehn Tage zuvor war Beverley Allen, seine frühere Partnerin und Mutter seiner Tochter Olivia, nach einer Krebserkrankung gestorben. Erst einen Monat später habe er die Tragweite seines Aus verarbeiten können. Unmittelbar danach sei für ihn nur wichtig gewesen, seine damals elfjährige Tochter in einer „grauenhaften Zeit“ zu unterstützen.
Horner verhehlt dabei nicht, dass sein Aus für ihn „sehr schmerzhaft“ gewesen sein: „Es fühlte sich besonders brutal und traurig an, dass es so geendet ist“, schilderte Horner emotional.
Kritik an Mintzlaff und Marko
Zugleich kritisierte Horner den Umgang der neuen Red-Bull-Führung um Oliver Mintzlaff indirekt. „Nicht alle Teams handeln so. Viele Teams hatten in den vergangenen Jahren Probleme, ohne dass es dort dieselbe Brutalität gegeben hätte wie bei meinem Aus“, sagte er und verwies darauf, dass Red Bull beim Rennen vor seiner Entlassung noch auf Pole Position gestanden habe.
Red Bull beendete die vergangene Saison als Dritter der Konstrukteurswertung hinter den überlegenen McLaren sowie Mercedes. Aktuell liegen die Bullen unter Horners Nachfolger Laurent Mekies auf Platz 4.
Enttäuscht zeigte sich Horner auch von seinem langjährigen Weggefährten Helmut Marko, der am Ende der vergangenen Saison ebenfalls nach 20 Jahren als mächtiger Chefberater des Teams aus dem Dienst schied: „Helmut war eigentlich immer ein direkter Typ und ich war enttäuscht, dass er zwei Tage vorher noch Gast unserer Familie war und keinen Hinweis gegeben hat, was kommen würde.“
Weiterhin nicht gut zu sprechen ist Horner auch auf dem im Teamumfeld weiter sehr präsenten Jos Verstappen: „Es gibt nichts zu sagen“, antwortete Horner auf eine Frage über sein Verhältnis zu Max‘ Papa.
Das Verhältnis zu Mintzlaff habe sich dagegen wieder normalisiert, so Horner: „Er hat neulich angerufen und mir gedankt für alles, was ich zur Motorenentwicklung beigetragen habe.“
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Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.