Zoff bei Ferrari: Hamilton will „ernste Worte sprechen“

Antonelli neuer Formel-1-Weltmeister
0:52

Antonelli neuer Formel-1-Weltmeister

Beim Formel-1-Rennen in Mexiko gerät Lewis Hamilton mit seinem Teamkollegen Charles Leclerc aneinander. Seinen Ärger darüber verbirgt er nicht.

„Wir haben große, große Probleme.“ Dieser Funkspruch von Lewis Hamilton während des Großen Preises von Mexiko macht die aktuelle Lage bei Ferrari deutlich.

Mit tiefer, beinahe bedrohlicher Stimme hatte der Rekord-Weltmeister der Formel 1 dabei seine Worte formuliert. Doch was war zuvor passiert?

Hamilton und Leclerc gerieten früh aneinander
Hamilton und Leclerc gerieten früh aneinanderHamilton und Leclerc gerieten früh aneinander© IMAGO/MAXPPP

Schon in der ersten Runde verhinderte ein Duell der beiden roten Boliden einen möglichen Sieg der Scuderia. Eine Tatsache, die Hamilton überaus ärgerte.

Formel 1: Manöver zwischen Leclerc und Hamilton

Charles Leclerc griff den Briten in Kurve vier an und fuhr infolgedessen durch die Wiese. Die Rennkommissare bestraften den Monegassen mit einer Fünf-Sekunden-Strafe.

Das war Hamilton zu wenig, denn durch die Aktion verlor er Schwung und wurde von Verstappen überholt. In der Folge kam Hamilton an dem Red-Bull-Piloten nicht mehr vorbei.

Hamilton war der Meinung, dass sein Teamkollege ihm die Position zurückgeben sollte, was dieser aber nicht tat. Stattdessen fuhr er mit freier Fahrt davon.

Hamilton will „ernste Worte“ sprechen

Bereits während des Rennens zeigte Hamilton sich wiederholt empört über die Situation. „Er hat freie Fahrt und muss nicht wie die anderen managen. Er hätte die Position zurückgeben sollen“, war zunächst am Funk zu hören. Später wurde er sogar noch deutlicher: „Die Kommissare schenken Charles im Prinzip den Sieg.“

Auch nach dem Rennen war der Routinier mit der Situation nach wie vor nicht einverstanden. „In der Fahrerbesprechung haben wir ausgemacht: Sobald man in Kurve eins neben die Strecke fährt, muss man die Position zurückgeben“, sagte er im Interview mit den drei bestplatzierten Fahrern.

DEINE MEINUNG

„Letztes Jahr habe ich für exakt dasselbe Manöver, das er da gebracht hat, eine 10-Sekunden-Strafe kassiert. Aber letztlich war es genau das, was uns heute den Sieg gekostet hat. Und ich denke schon, dass wir hinter den Kulissen ein paar ernste Worte sprechen müssen, ganz sicher“, so Hamilton weiter.

Hamilton und Leclerc zu schnell unterwegs

Hamilton fand aber zumindest etwas Positives: „Das Gute ist: Das Team arbeitet extrem hart, wir haben unser Auto wirklich spürbar verbessert und es ist toll, hier auf dem Podium zu stehen. Wir waren an diesem Wochenende auch noch mit dem alten Motor unterwegs – insofern ist das ein gutes Ergebnis und wir haben wichtige Punkte geholt.“

Die Kommissare begründeten ihre Entscheidung für eine Fünf- statt einer Zehn-Sekunden-Strafe unter anderem damit, dass beide Ferrari-Boliden „mit überhöhter Geschwindigkeit in Kurve vier eingefahren sind und keiner von beiden in der Lage gewesen wäre, die Kurve auf der Strecke zu nehmen“.