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MotoGP-Debakel zum Saisonstart: Neues Yamaha-Bike floppt!

Yamaha vor Mammutaufgabe

Yamahas V4-Projekt entlarvt: Großer Rückstand, Medien-Blackout und klare Worte von MotoGP-Boss Paolo Pavesio nach dem verpatzten Saisonstart.
MotoGP: Alex Rins  auf seiner Yamaha beim Saisonstart in Thailand
MotoGP: Alex Rins auf seiner Yamaha beim Saisonstart in Thailand
© IMAGO/ZUMA Press
Yamahas V4-Projekt entlarvt: Großer Rückstand, Medien-Blackout und klare Worte von MotoGP-Boss Paolo Pavesio nach dem verpatzten Saisonstart.

Yamaha steht nach dem Saisonauftakt der MotoGP in Thailand vor einem gewaltigen Problem. Schon die Tests hatten angedeutet, dass das neue V4-Projekt Zeit brauchen würde - das Rennwochenende von Buriram legte die Defizite schonungslos offen.

MotoGP-Auftakt: Ernüchternde Zahlen für Yamaha

Im Qualifying schaffte es keine der vier M1 in Q2, Fabio Quartararo stellte die beste Yamaha nur auf Startplatz 16. Im Sprint blieb Jack Miller als 15. mehr als 13 Sekunden hinter Sieger Pedro Acosta. Im Grand Prix landeten die vier Yamahas unter den letzten sechs Fahrern im Ziel. Quartararo (14.) und Alex Rins (15.) sammelten lediglich dank später Ausfälle noch Punkte - ohne Probleme bei Marc Marquez, Joan Mir oder dem Sturz von Alex Marquez wäre Rang 17 das Maximum gewesen.

Auch ein Blick auf die Speed-Trap-Werte unterstreicht das Ausmaß. Während Aprilia und Ducati an der Spitze nahezu gleichauf liegen, fehlen Yamaha auf den Geraden entscheidende km/h. Quartararo durchbrach als Einziger die Marke von 338 km/h, die übrigen M1 kamen im Rennen nur auf 336 km/h - mehrere km/h Rückstand auf die italienische Konkurrenz.

Neustart mit V4 - „ein Berg, den wir erklimmen müssen“

Die M1 ist ein radikaler Neuentwurf. Yamaha verabschiedete sich vom Reihenvierzylinder und setzt 2026 auf einen komplett neuen V4. Beim finalen Buriram-Test lag die beste Yamaha über eine Sekunde zurück, Jack Miller wurde 16.

Nach dem enttäuschenden Auftakt verhängte Yamaha einen Medien-Blackout über seine Fahrer. Stattdessen stellte sich Motorsport-Direktor Paolo Pavesio den Fragen. „Wir haben dieses Projekt im vergangenen Jahr gestartet. Jetzt sehen wir sehr klar, wie groß der Abstand ist - und dass ein Berg vor uns liegt“, erklärte er.

Einen konkreten Zeitplan für Fortschritte wollte Pavesio nicht nennen. „Es ist sehr schwierig, eine Anzahl an Monaten zu nennen. Jedes Mal, wenn wir auf die Strecke gehen, entdecken wir Dinge, die wir verbessern müssen“, sagte der Italiener und betonte: „Es wird keine Magie geben.“

Yamaha setzt auf Entwicklung in kleinen Schritten - Sekunde für Sekunde. Doch Buriram hat gezeigt: Der Weg zurück an die Spitze der MotoGP wird für die Japaner länger als erhofft.