Der US-Amerikaner Mitch Guthrie (Ford/4:04:32 Stunden) hat die dritte Etappe der 48. Rallye Dakar gewonnen und damit die Führung in der Gesamtwertung übernommen. Während die Favoriten der Wüstenrallye bisher den Erwartungen hinterherhinken, verwies Guthrie den Tschechen Martin Prokop (Ford/+2:27 Minuten) und Guy Botterill (Toyota/+5:23) auf die übrigen Podiumsplätze. Im Gesamtklassement liegt er nun knapp vor Prokop an der Spitze, nur 26 Sekunden trennen die beiden.
Rallye Dakar: Etappensieger Guthrie neuer Gesamtführender
Guthrie neuer Dakar-Gesamtführender
Nach der Toyota-Dominanz vom Vortag fuhr mit Ausnahme des Südafrikaners Botterill kein weiterer Toyota-Pilot in die Top 10. Leidtragende dessen waren unter anderem Titelverteidiger Yazeed Al-Rajhi und sein deutscher Navigator Timo Gottschalk. Das Duo kam im Wüstensand von Al-‘Ula mit knapp 17 Minuten Rückstand auf Guthrie ins Ziel - Platz 16.
„Das war navigatorisch eine sehr anspruchsvolle Prüfung, besonders, weil wir mehr als die Hälfte der Route eröffnet haben und einsam vornweg gefahren sind“, haderte Gottschalk, nun 19. im Gesamtklassement (+29:56 Minuten). Nach Reifenschäden bei der Auftaktetappe und einem starken dritten Platz am Montag bleibt die „Dakar“ für den gebürtigen Neuruppiner bis dato ein Auf und Ab der Gefühle.
Mit Reifenschäden machte am Dienstag auch Rallye-Legende Sébastien Loeb (Dacia/+25:25) Bekanntschaft. Gleich doppelt wurde der Elsässer, vor der „Dakar“ durchaus mit Titelambitionen, auf den ersten 100 Kilometern ausgebremst - und musste ohne weiteren Ersatzreifen fortan sein Tempo drosseln.
Nicht besser lief es für den bisher Führenden und fünfmaligen Champion Nasser Al-Attiyah. Auf der anspruchsvollen Etappe büßte der Mann aus Katar rund 22 Minuten auf Guthrie ein und liegt damit auf Rang 10 der Gesamtwertung.
Schon am Mittwoch steht den Fahrern in Al-‘Ula die vierte und erste von zwei Marathonetappen bevor.