Speerwurf-Star sagt Olympia-Start ab

Speerwurf-Star sagt Olympia-Start ab

Rückschlag für das deutsche Leichtathletik-Team: Die Olympischen Spiele in Tokio finden ohne den Speerwurf-Titelverteidiger statt.
Thomas Röhler wird in Tokio nicht an den Start gehen
Thomas Röhler wird in Tokio nicht an den Start gehen
© AFP/SID/ANDREJ ISAKOVIC
. SID
von SID
am 28. Juni

Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler hat seine Teilnahme an den Sommerspielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) wegen einer Rückenverletzung abgesagt. Der Goldmedaillengewinner von Rio 2016 gab seine Entscheidung am Montag bekannt, die Verletzung hatte Röhler im Training erlitten.

"Es ist mir unglaublich schwergefallen, Tokio eine Absage zu erteilen. Zusammen mit meinem Trainer Harro Schwuchow habe ich genau abgewogen, aber am Ende hat meine Gesundheit Vorrang", sagte der 29-Jährige aus Jena: "Ich muss jetzt auf meinen Körper hören, da ich meinen Sport noch ein paar Jahre auf Top-Niveau ausüben möchte. Mit einer Teilnahme an den Olympischen Spielen würde ich aufgrund der Rückenverletzung zu viel riskieren."

Idriss Gonschinska, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), bedauert den Ausfall des Europameisters von 2018. "Die Absage von Thomas Röhler für die Olympischen Spiele in Tokio ist für ihn selbst und für die DLV-Nationalmannschaft sehr, sehr schade, denn als amtierender Speerwurf-Olympiasieger hätte er natürlich gerne seinen Titel verteidigt", sagte Gonschinska. In Johannes Vetter hat der DLV allerdings noch immer einen klaren Goldfavoriten im Sperrwurf in seinen Reihen.

In diesem Jahr war Röhler nur bei den deutschen Meisterschaften Anfang Juni in Braunschweig an den Start gegangen, musste den Wettkampf nach einem ungültigen Versuch jedoch abbrechen. Danach zeigte er sich dennoch zuversichtlich und wollte Tokio keinesfalls abschreiben.

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