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FDP-Politikerin fordert Olympia-Boykott

FDP-Politikerin fordert Olympia-Boykott

Die FDP-Europaabgeordnete Nicola Beer fordert einen diplomatischen Boykott der Olympischen Winterspiele in Peking durch die EU. Olaf Scholz lässt die Frage bislang offen.
Die DOSB und DSB haben in Düsseldorf die neue Sportkleidung für Olympia vorgestellt. In 93 Tagen gehen die olympischen Spiele in Peking an den Start
SID
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von SID

Die FDP-Europaabgeordnete Nicola Beer hat einen Komplett-Boykott der Olympischen Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar) durch die Europäische Union gefordert.

Die EU solle demnach „nicht nur im Windschatten der USA bleiben, sondern sich selbst für die Einhaltung von Menschenrechten auf die Hinterbeine stellen und sich für einen gänzlichen Boykott der Winterspiele aussprechen“, sagte Beer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Am Montag hatte die US-Regierung um Präsident Joe Biden einen diplomatischen Boykott der Peking-Spiele angekündigt, mittlerweile folgten auch Australien und Neuseeland.

Scholz lässt Frage eines diplomatischen Boykotts offen

Olaf Scholz, der am Mittwoch zum Bundeskanzler gewählt werden soll, hatte die Frage eines diplomatischen Boykotts bislang offen gelassen.

Er betonte jedoch, dass sich die neue Regierung „sehr sorgfältig mit uns, unter uns und mit den Partnern in Europa und der Welt beraten“ werde.

Bislang stand ein sportlicher Boykott der Spiele noch nicht zur Debatte. Der organisierte Sport ist klar dagegen.

DOSB-Präsident: „Unfair gegenüber den Athleten“

Thomas Weikert, der neue Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), hatte nach seiner Wahl am vergangenen Samstag gesagt: „Ein Boykott hat noch nie jemandem was gebracht. Das wäre wirklich unfair gegenüber den Athleten, die sich jetzt so lange vorbereitet haben.“

Auch Präsidentin Karla Borger vom Verein Athleten Deutschland hatte im SID-Gespräch betont, ein Boykott dürfe nicht zu Lasten der Aktiven gehen.

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