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Olympia: Brisante Nacktfoto-Vorwürfe erschüttern US-Team

Nacktfoto-Vorwürfe erschüttern US-Team

Der US-Snowboard-Trainer Peter Foley sieht sich massiven Anschuldigungen ausgesetzt. Eine ehemalige Athletin erhebt schwere Vorwürfe gegen ihn.
Ex-Snowboarderin Callan Chythlook-Sifsof erhebt schwere Vorwürfe
Ex-Snowboarderin Callan Chythlook-Sifsof erhebt schwere Vorwürfe
© Imago
Der US-Snowboard-Trainer Peter Foley sieht sich massiven Anschuldigungen ausgesetzt. Eine ehemalige Athletin erhebt schwere Vorwürfe gegen ihn.

Nach Vorwürfen von sexueller Belästigung und übergriffigem Verhalten unter anderem gegen den Snowboard-Trainer Peter Foley aus dem Olympia-Team in Peking hat der Verband US Ski & Snowboard eine Untersuchung eingeleitet. (News: Alle aktuellen Infos zu Olympia 2022)

Die ehemalige Snowboarderin Callan Chythlook-Sifsof beschuldigte den langjährigen Coach, „über ein Jahrzehnt hinweg Nacktfotos von Athletinnen“ aufgenommen zu haben. (DATEN: Alle Ergebnisse bei Olympia 2022)

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Callan Chythlook-Sifsof erhebt massive Vorwürfe

„Ich kann keine weiteren Olympischen Spiele sehen, ohne dies öffentlich zu sagen“, schrieb die Amerikanerin (32) auf Instagram und zeichnete in diversen Postings das Bild, dass „rassistisches und frauenfeindliches Verhalten“ zu ihren aktiven Zeiten im US-Team an der Tagesordnung gewesen seien.

Unter anderem warf sie auch dem in Peking startenden Snowboardcrosser Hagen Kearney vor, sich einschüchternd verhalten und rassistisch beleidigend geäußert zu haben. Er hätte in ihrem Beisein vielfach das N-Wort benutzt, um sie zu provozieren.

Foley wies die Vorwürfe im Gespräch mit der New York Times zurück: „Ich bin von diesen Anschuldigungen völlig überrascht. Ich weise das verhement zurück und tue mein Bestes, das Team bei Olympia zu unterstützen.“

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Kearney wiederum dementierte die gegen ihn erhobenen Anschuldigung auf Nachfrage desselben Mediums nicht: „Ich habe aus meinem Fehler gelernt und bin ein besserer Mensch geworden. Mehr möchte ich im Moment nicht sagen.“

Ex-Snowboarderin prangert „Kultur im Team“ an

Laut Chythlook-Sifsof habe die „Kultur im Team“ diese Art von Verhalten geschützt: „Es wurden Dinge normalisiert, die nicht in Ordnung sind.“ Foley hätte fragwürdiges Verhalten vorgelebt, diverse Athleten hätten mitgemacht.

„Wir nehmen diese Anschuldigungen sehr ernst und die Vorwürfe werden untersucht“, teilte der US-Verband am Freitag mit.

Gold-Duo wundert sich über Vorwürfe

Der Wirbel um Foley blieb nicht ohne Folgen, das US-Duo Nick Baumgartner und Lindsey Jacobellis, das in der Nacht Mixed-Gold gewann, berichtete, dass Foley wegen der Untersuchung mit ihnen nicht die übliche Videoanalyse hätte machen können.

Beide berichteten, dass sie selbst nur gute Erfahrungen mit Foley gemacht hätten: „Ich bin 20 Jahre im Team und kann nur Gutes über seinen Charakter sagen“, erklärte Jacobellis, während Baumgartner ergänzte: „Ich kann nicht lobend genug über diesen Mann sprechen.“

Doppel-Olympiasiegerin Jacobellis - die zuvor mit ihrem Sieg im Einzel auch ihr persönliches Trauma von 2006 besiegt hatte - nannte es „super-ärgerlich, das sowas jetzt passiert, während wir versuchen, uns zu konzentrieren. Das hat die Team-Energie schon beeinträchtigt.“

Doppel-Olympiasiegerin unterstützt Chythlook-Sifsof

Die Vorwürfe von Chythlook-Sifsof beschäftigen auch andere Ex-Athleten, auf unterschiedliche Weise: Ihr früherer Teamkollege Trevor Jacob, Olympia-Teilnahmer 2014, beschuldigte sie, „falsche Informationen“ zu verbreiten.

Unterstützung kam dagegen von der zweimaligen Slopestyle-Olympiasiegerin Jamie Anderson, die sich bei Instagram gegen Jacob, Foley und Kearny stellte: „Es tut mir leid, das alles zu hören. Absolut herzzerreißend.“

Alles zu den Olympischen Spielen 2022:

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Mit Sportinformationsdienst (SID)