Home>Olympia>

Russen zu Olympia? Ukrainischer Sportminister "sehr besorgt"

Olympia>

Russen zu Olympia? Ukrainischer Sportminister "sehr besorgt"

{}
{ "placement": "banner", "placementId": "banner" }
{ "placeholderType": "BANNER" }

Russen zu Olympia? Ukrainischer Sportminister "sehr besorgt"

Der ukrainische Sportminister ist besorgt über die nähergerückte Zulassung neutraler Athleten aus Russland und Belarus.
Die Sicherheitsdebatte zu Olympia 2024 ist neu entflammt
Die Sicherheitsdebatte zu Olympia 2024 ist neu entflammt
© AFP/SID/FABRICE COFFRINI
. SID
. SID
von SID

Der ukrainische Sportminister hat die Forderung verschiedener Sportverbände und Nationaler Olympischer Komitees kritisiert, russische und belarussische Sportler an den Sommerspielen in Paris teilnehmen zu lassen. Er sei „sehr besorgt“, sagte Matwij Bidny, da dieser Schritt nicht den Eindruck erwecke, dass das Internationale Olympische Komitee „die nötige Führungsstärke in Sachen olympischer Fairness und Gerechtigkeit“ zeigen wolle.

{ "placeholderType": "MREC" }

Vertreter der internationalen Sommersportverbände sowie mehrere NOKs hatten sich nach IOC-Angaben beim 12. Olympic Summit am Dienstag dafür stark gemacht, Sportlerinnen und Sportler aus den Aggressorländern im Ukraine-Krieg im kommenden Jahr (26. Juli bis 11. August) als neutrale Athleten zuzulassen. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus - das IOC will nach eigenen Angaben "zu gegebener Zeit" entscheiden.

"Wir zählen auf eine verantwortungsvolle Entscheidung des IOC, die es nicht zulassen wird, dass Russland den Sport für militärische Propaganda nutzt. Selbst wenn es sich um Sport unter neutraler Flagge handelt", sagte Bidny bezüglich der ausstehenden Entscheidung: "Wir respektieren den Grundsatz der Neutralität, aber Neutralität ist nur in Friedenszeiten möglich."

Einzige Möglichkeit, die es laut Bidny für betroffene Sportler geben sollte, doch an den Spielen teilzunehmen, sei die Verweigerung des russischen Passes. Nur so könne ein Sportler beweisen, "dass olympische Spitzenleistungen für ihn an erster Stelle stehen und der Athlet keine Mitverantwortung für die Tötung von Ukrainern übernimmt".

{ "placeholderType": "MREC" }

Anderenfalls sei es ukrainischen Sportlern kaum zuzumuten, bei den Wettkämpfen anzutreten. "Moralisch gesehen ist es sehr schwierig, sich mit denjenigen zu messen, die einen umbringen wollen - nicht im übertragenen Sinne, sondern buchstäblich umbringen", sagte er: "Unsere Athleten sind ständig Provokationen seitens der Russen ausgesetzt."

Ein Boykott, mit dem die ukrainische Seite im Falle einer IOC-Entscheidung zu Gunsten von russischen und belarussischen Athleten immer wieder gedroht hatte, könnte dennoch ausbleiben. Zuletzt hatten viele Ukrainer den Wunsch geäußert, sich gegebenenfalls russischen Kontrahenten im Wettkampf stellen zu wollen.