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Sacre Coeur: Protest gegen "soziale Säuberung" für Olympia

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Sacre Coeur: Protest gegen "soziale Säuberung" für Olympia

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„Soziale Säuberung“ bei Olympia?

Mit Protestaktionen vor der Sacre-Coeur-Basilika in Paris haben Hilfsorganisationen vor "sozialer Säuberung" für die Olympischen Spiele 2024 gewarnt.
Aktivisten protestieren vor der Sacre-Coeur-Basilika
Aktivisten protestieren vor der Sacre-Coeur-Basilika
© AFP/SID/THOMAS SAMSON
. SID
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von SID

Mit Protestaktionen vor der weltberühmten Sacre-Coeur-Basilika in Paris haben Hilfsorganisationen vor "sozialer Säuberung" für die Olympischen Spiele 2024 gewarnt. "Olympia ist ein wunderschöner Lack, der die Armut verbirgt", sagte Paul Alauzy für das Aktionsbündnis "Die Kehrseite der Medaille". Die geplanten Räumungen von Behelfsunterkünften im Umkreis von Olympia-Schauplätzen etwa für Obdachlose seien eine "soziale Säuberung, die Solidarität verschwinden lässt".

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Die Aktivisten ließen Flüssigkeiten in blau, gelb, schwarz, rot und grün - die Farben der fünf Olympischen Ringe - die Stufen zum Sacre Coeur am Montmartre über aufgemalte Begriffe wie "Obdachlosigkeit" oder "Solidarität" heruntertropfen. Damit wollten die Demonstranten symbolisch ihre Sorgen um die Sichtbarkeit von Nöten hilfsbedürftiger Gruppen während der Spiele verdeutlichen. Zudem entrollten die Aktivisten auf dem Platz vor der Touristenattraktion ein Transparent mit der Aufschrift "Macht Ausgrenzung nicht zum Vermächtnis von Olympia".

Alauzy und seine Mitstreiter erwarten bis zu Beginn der Sommerspiele in Frankreichs Hauptstadt (26. Juli bis 11. August) massive Anstrengungen der Pariser Behörden für ein möglichst makelloses Stadtbild besonders auch durch die Verlagerung gesellschaftlicher Randgruppen in die entfernteren Außenbezirke der Seine-Metropole. Von den Maßnahmen sollen insgesamt mehrere zehntausend Menschen betroffen sein.

Bereits im Laufe dieses Jahres sind nach Schätzungen des Bündnisses durch eine spürbar forcierte Auflösung von Notlagern mehr als 3300 Menschen ohne feste Wohnsitze aus der Stadt getrieben worden.

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Die Aktivisten fordern von der Regierung und Pariser Stadtverwaltung konkrete Hilfsmaßnahmen für die von der "Aufhübschung" betroffenen Bevölkerungsgruppen. Demnach sollen für den Olympia-Zeitraum Aufnahmelager für Migranten und Konsumräume für Drogenabhängige eingerichtet sowie Essensmarken verteilt werden. "Dringlichkeit", erklärte Alauzy, "besteht vor, während und nach den Spielen. In sechs Monaten aber tritt der Notfall ein."