Fußball-Superstar Antoine Griezmann war auf der Tribüne völlig aus dem Häuschen und fast 17.000 Zuschauer in der La Defense Arena stimmten immer wieder die Marseillaise an: Mit seinem Olympiasieg über 400 Meter Lagen hat Leon Marchand alle verzaubert und der Grande Nation einen Gänsehautmoment beschert.
Olympia 2024: Fast perfektes Rennen! Gänsehautmoment für Frankreich
Das fast perfekte Rennen
„Davon habe ich geträumt. Es war fantastisch – noch dazu in meiner Heimatstadt“, sagte der 22-Jährige nach seinem Triumph und bekannte: „Ich hatte Gänsehaut.“ So ging es nicht nur ihm.
Schon Stunden vor dem Beginn der Schwimm-Session hatten sich hunderte Meter lange Fußgängerschlangen vom Grande Arch bis zu den Eingängen gebildet. Direkt vor dem für Olympia umgebauten Rugby-Stadion waren die Fans in Feierlaune, reckten Banner mit der Aufschrift „Wir lieben Leon“ in die Höhe. Alle Franzosen fieberten diesem Finale entgegen.
Wie beim Tennis
„Silence, s‘il vous plait“, mahnte der Stadionsprecher die aufgekratzten Zuschauer unmittelbar vor dem Start. Eine Ansage, die sonst nur im Tennis-Stadion von Roland Garros zu hören ist. Als der fünfmalige Weltmeister dann förmlich zu Gold flog, wurde die Begeisterung zu einem Tosen.
Es war die erste französische Goldmedaille im Pariser Olympia-Pool und die zweitschnellste Zeit, die jemals über die Distanz geschwommen wurde - inklusive olympischem Rekord. Schneller war Marchand nur selbst bei seinem Weltrekord. Im vergangenen Jahr hatte er den letzten Einzelweltrekord des US-amerikanischen Rekord-Olympiasiegers Michael Phelps gebrochen.
Dafür hat Marchand in Paris noch mehrmals die Möglichkeit nachzulegen. Er startet noch über 200 Meter Brust, 200 Meter Schmetterling und 200 Meter Lagen. Die Marchand-Festspiele werden wohl noch weitergehen.