Bei Handball-Bundestrainer Alfred Gislason schrillen angesichts des straffen Zeitplans bei den Olympischen Spielen die Alarmglocken. Dass seine Mannschaft alle zwei Tage und zum Teil mit einem Abstand von weniger als 48 Stunden spielen muss, kritisierte Gislason in der ARD als „sehr ungewöhnlich“ und „anders“.
Olympia 2024: "Sehr ungewöhnlich" - Handball-Bundestrainer mit Kritik am Zeitplan
Kritik vor Olympia: „Ungewöhnlich“
„Wir spielen um 19 Uhr gegen Schweden und dann nicht mal zwei Tage später um 9 Uhr gegen Japan“, beschrieb der 64-Jährige den engen Zeitplan zum Auftakt. Die DHB-Herren treffen am Samstag, 27. Juli auf Schweden, die Partie gegen Japan folgt bereits am Montagvormittag, 29. Juli. „Wir müssen höllisch aufpassen. Und vor allem: Um 9 Uhr morgens richtig wach sein.“
Gislason warnt vor hoher Belastung
Aber nicht nur der Spielplan bereitet Gislason Sorgen. „Bei den Olympischen Spielen hat man sehr wenig Trainingszeit. Man kriegt nur eine Stunde Training pro Tag, da kann man auch Pech haben und 9 Uhr morgens das Training haben“, sagte der Isländer nach dem überzeugenden 35:30-Sieg im Testspiel gegen Frankreich.
Hinzu komme, dass erstmal nur 14 Spieler eingesetzt werden können, merkte der Bundestrainer kritisch an: „Da ist natürlich die Belastung ziemlich hoch für die Spieler.“
Mit dem Auftritt seiner Mannschaft in Dortmund zeigte sich der 64-Jährige indes zufrieden. „Das war ein gutes Spiel von uns“, sagte Gislason: „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Obwohl ich es nicht überbewerten will, dass wir heute gewonnen haben.“