Die Olympischen Spiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo bringen erstmals seit zwölf Jahren wieder die besten Eishockey-Profis der Welt zusammen - und sind damit auch der beste „Gradmesser“ für die deutsche Nationalmannschaft. „Wir haben in den vergangenen Jahren gesagt, dass das deutsche Eishockey im Aufschwung ist“, sagte NHL-Profi Nico Sturm im Vorfeld der Kader-Verkündung für die Winterspiele: „Das ist jetzt wirklich eine perfekte Gelegenheit, um auszutesten, wo wir stehen, wenn alle Teams alle Spieler verfügbar haben.“
"Gradmesser" für deutsches Eishockey: Sturms Olympia-Vorfreude
„Gradmesser“ für deutsches Eishockey
Denn erstmals seit 2014 in Sotschi sind die NHL-Stars wieder bei Olympia dabei. Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) werde „vom Kader her seine beste Mannschaft aller Zeiten“ haben, sagte Sturm - das gelte aber eben auch für die Gegner. Am Mittwochmittag (13.00 Uhr) verkündet Bundestrainer Harold Kreis sein 25 Spieler umfassendes Aufgebot für die Winterspiele (6. bis 22. Februar).
Schon im vergangenen Sommer hatte Kreis vorab die NHL-Profis Leon Draisaitl (Edmonton Oilers), Tim Stützle (Ottawa Senators), Moritz Seider (Detroit Red Wings), Philipp Grubauer (Seattle Kraken) und Sturm (Minnesota Wild) nominiert. Auch Lukas Reichel, inzwischen von den Vancouver Canucks in die AHL abgeschoben, stand bereits auf dieser ersten Liste - mit Ausnahme von Seider (Abwehr) und Grubauer (Tor) sind es allesamt Stürmer.
Angesichts der prominenten Offensiv-Kollegen hätte der zweimalige Stanley-Cup-Gewinner Sturm daher „kein Problem damit, in der vierten Reihe zu spielen. Wenn alle da sind, würde es mir nichts ausmachen, diese Rolle einzunehmen“, sagte der 30-Jährige: „Es ist eine einmalige Sache, bei so einem Turnier dabei sein zu dürfen. Was von mir verlangt wird, werde ich spielen.“