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Olympia-Hoffnung mit üblen Sturz: "Habe seinen Knochen gesehen"

Sturz-Drama: „Seinen Knochen gesehen“

Shorttrack ist nichts für schwache Nerven. Der Italiener Lorenzo Previtali verliert bei der EM erst die Balance und bekommt dann noch die Kufe eines Konkurrenten ab. Eine üble Wunde ist die Folge.
Lorenzo Previtali und Michal Niewinski sorgten bei der Shorttrack-EM für eine Schrecksekunde
Lorenzo Previtali und Michal Niewinski sorgten bei der Shorttrack-EM für eine Schrecksekunde
© IMAGO/Goal Sports Images
Shorttrack ist nichts für schwache Nerven. Der Italiener Lorenzo Previtali verliert bei der EM erst die Balance und bekommt dann noch die Kufe eines Konkurrenten ab. Eine üble Wunde ist die Folge.

Wenn hohe Geschwindigkeiten, enge Kurven und scharfe Kufen zusammenkommen, lässt sich ein erhöhtes Verletzungsrisiko kaum vermeiden. Dies hat nun auch der italienische Shorttrack-Profi Lorenzo Previtali am vergangenen Samstag schmerzhaft zu spüren bekommen.

Der 20-Jährige kam im EM-Halbfinale über 1500 Meter böse zu Fall und schlitterte in Richtung der Bande. Dabei bekam er unglücklicherweise die Kufe des konkurrierenden Läufers Michal Niewinski ab und verletzte sich übel am Bein.

Wenig später eilten ärztliche Betreuer zu dem Athleten, aus dessen Wunde am Schienbein Blut strömte, und brachten ihn mit einer Trage von der Eisfläche.

Trainer schockiert über Unfall: „Habe seinen Knochen gesehen“

Trainer Kenan Gouadec erinnert sich mit einem Schaudern an den Unfall seines Schützlings. „Wir wussten sofort, dass es etwas Ernstes ist. Ich habe seinen Knochen gesehen“, schilderte er im Gespräch mit niederländischen Medien.

Den Anblick des verletzten Schienbeins wird Gouadec wohl so schnell nicht vergessen. „Ich habe mindestens einen Zentimeter tief in sein Bein geschaut und den Knochen gesehen. Daraufhin habe ich sofort einen Notarzt gerufen, und er wurde umgehend genäht. Die Fleischwunde war mindestens zehn Zentimeter lang“, führte er aus.

Olympia aber wohl nicht in Gefahr

Glück im Unglück für Previtali, dass die Verletzung übler aussah, als sie im Endeffekt war. „Es hätte viel schlimmer kommen können. Gut, dass er einen hochwertigen Schienbeinschoner trug, denn der Schlittschuh durchbohrte ihn sogar“, zeigte sich Gouadec über den Ausgang erleichtert. Der Shorttrack-Profi hat sich keinen Knochen gebrochen und wird in absehbarer Zeit wieder Rennen bestreiten können.

Selbst eine Teilnahme an den Olympischen Spielen ist für Previtali wohl nicht in Gefahr. Die Shorttrack-Wettbewerbe steigen zwischen dem 10. und 20. Februar in Mailand. Folgerichtig hat der Eis-Youngster noch drei Wochen Zeit, um sich von der Verletzung und dem Schock zu erholen.

„Er ist so kurz vor den Winterspielen ziemlich nervös, aber das Schlimmste ist überstanden. Er muss sich die nächsten Tage ausruhen und dann vorsichtig wieder ins Training einsteigen. Stand jetzt wird ihn das nicht die Teilnahme an den Spielen kosten“, verdeutlichte sein Coach.

Previtali mit Staffel erfolgreich

Während sich bei der EM Jens Van ‘t Wout vor Roberts Kreuzbergs und Thomas Nadalini die Goldmedaille sichern konnte, wird Previtali bei den Olympischen Spielen einen neuen Versuch wagen.

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Previtali gewann im Jahr 2024 Silber bei den Junioren-Weltmeisterschaften und bei der EM 2026 mit dem italienischen Team als Ersatzläufer Staffel-Gold – ehe der Sturz dem Traum einer Einzelmedaille nur einen Tag später ein Ende setzte.