Italiens Verkehrs- und Infrastrukturminister Matteo Salvini hat einen Teil der Baukosten für die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo (6. bis 22. Februar) offengelegt. Der neue Eiskanal in Cortina, der gegen den Willen des Internationalen Olympischen Komitees umgesetzt und letztlich in weniger als einem Jahr fertiggestellt wurde, habe 124,8 Millionen Euro gekostet, berichtete Salvini am Mittwoch bei einer Veranstaltung in Rom. Im Zuge dessen seien 850 Bäume gefällt, aber 10.000 gepflanzt worden.
Italien offenbart Mega-Kosten für Olympia
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Weitere Investitionen flossen laut dem 52-Jährigen in Anlagen für Freestyle-Ski (5,4 Millionen), den Snowpark in Livigno (35,8 Millionen) sowie in die Modernisierung der Langlaufanlagen am Tesero-See in Trentino (17,7 Millionen).
Insgesamt waren laut Salvini 340 italienische Unternehmen an der Vorbereitung auf die 25. Olympischen Winterspiele beteiligt. 51 Verkehrsprojekte und 47 Sportanlagen sollen auch nach den Spielen erhalten bleiben.
Winterspiele als Tourismus-Turbo für ganz Italien
Erwartet werden rund zwei Millionen Besucher vor Ort, dazu drei Milliarden Zuschauer via TV oder Internet. Tourismusministerin Daniela Santanché zeigte sich deswegen überzeugt, dass die Winterspiele Italien auch als Urlaubsland neue Impulse verleihen werden. „Wir haben die ersten dezentralisierten Olympischen Spiele der Geschichte organisiert, die sich auf mehr Regionen, mehr Orte verteilen. Unser Ziel ist es, ganz Italien einzubeziehen“, erklärte die Ministerin: „Die positiven Auswirkungen auf den Tourismus werden wir bis zu 24 Monate nach Ende der Winterspiele sehen. Sie werden für Italien einen enormen Fortschritt bedeuten.“