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Vom PR-Stunt zum Respekt: Wasmeier feiert Vonn-Comeback

Ski-Idol bewundert Vonn

Das deutsche Ski-Idol Markus Wasmeier hatte über Vonn gespöttelt. Nun revidiert Wasmeier seine Meinung.
Wasmeier holte 1994 Olympiagold im Super-G und im Riesenslalom
Wasmeier holte 1994 Olympiagold im Super-G und im Riesenslalom
© IMAGO/SID/Frank Hoermann
Das deutsche Ski-Idol Markus Wasmeier hatte über Vonn gespöttelt. Nun revidiert Wasmeier seine Meinung.

Erst „Verarschung“, nun Anerkennung und Bewunderung - Ski-Olympiasieger Markus Wasmeier hat seine einst sehr kritische Einstellung zum Comeback des US-Superstars Lindsey Vonn grundlegend geändert.

„Sie hat wirklich hart gekämpft und trainiert wie eine Wahnsinnige“, sagte der Goldmedaillengewinner von Lillehammer (Riesenslalom und Super-G) im Interview mit BR24Sport: „Respekt!“

Eine Medaille bei den Olympischen Spielen von Mailand und Cortina d’Ampezzo (ab 6. Februar) sei der 41-Jährigen „zu gönnen und wäre eine tolle Geschichte - und sie fährt definitiv besser als damals“.

Wasmeier sieht Vonns Comeback zunächst als reine PR-Show

Zunächst hatte Wasmeier (62) Vonns Rückkehr in den Ski-Zirkus mit 40 Jahren als PR-Stunt abgetan. „Meiner Meinung nach ist das nur eine Show“, sagte er. „Das grenzt an Verarschung.“ Dabei allerdings, betont Wasmeier heute, sei er noch davon ausgegangen, Vonn wäre ein komplett neues Kniegelenk eingesetzt worden. Tatsächlich war es nur eine Teilprothese: „Das war mir nicht bewusst.“

Cortina als Hausberg: Vonn jagt weiter Siege mit 41

In Cortina traut Wasmeier der Abfahrts-Olympiasiegerin von Vancouver Großes zu. „Es ist bewundernswert, mit 41 so fit zu sein“, sagte er, die Olympiastrecke sei Vonns „Hausberg, dort hat sie schon oft Siege nach Hause geholt“. Vonn führt im Abfahrtsweltcup vor der deutschen Hoffnung Emma Aicher und liegt im Super-G hinter Pyeongchang-Olympiasiegerin Sofia Goggia (Italien) auf dem zweiten Platz.