Francesca Lollobrigida hielt sich ungläubig die Hand vor den Mund, dann rannte sie mit Italien-Flagge durch den Athletentunnel und in die Arme ihres kleinen Sohnes: An ihrem 35. Geburtstag hat die Eisschnellläuferin Italien das erste Gold bei den Olympischen Winterspielen in Mailand beschert und früh eine der emotionalsten Geschichten für die Gastgeber geschrieben.
Olympia: Nachkommin einer Ikone schreibt Gold-Märchen - und reagiert völlig ungläubig!
Gold! Lollobrigida lässt Italien jubeln
Mit ihrem Sohn in den Armen winkte die Großnichte der vor drei Jahren verstorbenen Leinwand-Ikone Gina Lollobrigida den jubelnden Fans zu.
Francesca Lollobrigida - Großnichte von Gina - schreibt Gold-Märchen
Die Olympia-Zweite von Peking - die ihre berühmte Großtante auch zu deren Lebzeiten nie kennengelernt hatte - wuchs am Samstag über 3000 m über sich hinaus und lief in persönlicher Bestzeit und olympischem Rekord von 3:54,28 Minuten zu Gold. Lollobrigida verwies Ragne Wiklund (Norwegen/3:56,54) und Valerie Maltais (Kanada/3:56,93) auf die Plätze.
Die emotionale Reaktion auf den Sieg erklärt sich auch dadurch, dass Lollobrigidas Vorbereitung zu Olympia alles andere als rund lief, sie zwischenzeitlich sogar an Rücktritt gedacht hatte.
„Dieses Jahr hat mich eine Virusinfektion in den wichtigsten Monaten außer Gefecht gesetzt, mein Körper reagierte nicht, mein Kopf brach zusammen, der olympische Traum schien sich zu entfernen“, hatte Lollobrigida erst vor kurzem auf Instagram berichtet: „Ich hatte Angst, ich weinte, ich dachte ans Aufhören. Ich hatte vergessen, warum ich Schlittschuh laufe. Dann fiel mir etwas Einfaches, aber Wesentliches ein: Ich fahre Schlittschuh, weil ich das Schlittschuhlaufen liebe.“
Lollobrigida kämpfte sich zurück in die Spur - wie groß der Lohn dafür am Ende sein würde, konnte sie da noch nicht ahnen.
Olympia 2026: Enttäuschung für niederländische Stars
Enttäuschend verlief der Auftakt für die Oranje-Stars: Die mit großen Erwartungen gestartete Dreifach-Weltmeisterin Joy Beune (3:58,12) wurde Vierte. Die deutsche Starterin Josie Hofmann (4:06,54) verpasste auf dem 14. Platz die Top 10.
In der ersten Entscheidung der Winterspiele hatten am Samstag zuvor Giovanni Franzoni (Silber) und Dominik Paris (Bronze) in der Männer-Abfahrt in Bormio für die ersten italienischen Medaillen gesorgt.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)