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"Noch nie so verliebt": Traumlauf zu Olympia-Gold

„Nie so verliebt“: Traumlauf zu Gold

Im olympischen Skiathlon belegt Pia Fink als beste DSV-Athletin Platz zwölf - richtig bitter läuft der Wettkampf für eine deutsche Olympiasiegerin.
Die Olympischen Winterspiele stehen kurz bevor. Erste Bilder zeigen Eindrücke vom deutschen Haus.
Im olympischen Skiathlon belegt Pia Fink als beste DSV-Athletin Platz zwölf - richtig bitter läuft der Wettkampf für eine deutsche Olympiasiegerin.

Die deutschen Skilangläuferinnen um Peking-Olympiasiegerin Katharina Hennig Dotzler haben im ersten Rennen der Winterspiele von Mailand und Cortina die erhoffte Top-10-Platzierung verpasst.

Beim Triumph der Schwedin Frida Karlsson im Skiathlon kam Pia Fink am Samstagmittag in Lago di Tesero als beste DSV-Starterin auf Platz zwölf, Hennig Dotzler wurde 30. mit über fünf Minuten Rückstand.

Karlsson: „Als würde man Holz ins Feuer werfen“

50-km-Weltmeisterin Karlsson setzte sich nach jeweils zehn Kilometern im klassischen und freien Stil mit 51,0 Sekunden Vorsprung auf ihre Landsfrau Ebba Andersson durch, die bei der WM 2025 in Trondheim den Skiathlon gewonnen hatte. Bronze ging an die Norwegerin Heidi Weng (+1:26,7 Minuten).

Ich habe mich wirklich darauf gefreut, meine Startnummer anzuziehen. Ich glaube, ich war noch nie so verliebt in das Skifahren wie heute“, sagte Karlsson bei HBO Max. Zum Rennen sagte sie dem NRK: „Mit jeder Person, die losließ, und mit jedem Hang war es, als würde man Holz ins Feuer werfen.“

Weltcup-Gesamtsiegerin Jessie Diggins (USA), die 2022 in Peking Skiathlon-Silber geholt hatte, fiel nach einem Sturz in der ersten Runde früh zurück und wurde nur Achte (+2:21,1).

Olympia 2026: Fink rettet DSV-Ehre

In einem von Beginn an sehr schnellen Rennen auf dem schweren Kurs im Fleimstal kassierten die deutschen Läuferinnen unerwartet große Rückstände.

Die 30 Jahre alte Fink, die dank einer starken zweiten Rennhälfte für das beste DSV-Ergebnis in einem Olympia-Skiathlon seit Evi Sachenbacher-Stehle 2010 in Vancouver (Platz elf) sorgte, kam 3:04,9 Minuten nach Karlsson ins Ziel.

Helen Hoffmann als 18. (+3:59,4) lag noch vor Hennig Dotzler (+5:00,4), Katherine Sauerbrey wurde 33. (+5:41,7).

Schwedens Gold-Premiere

Für die Schwedinnen, die schon bei der WM in Trondheim alle sechs Titel geholt hatten, war es der erste Olympiasieg im Skiathlon.

Peking-Olympiasiegerin Therese Johaug (Norwegen) ist mittlerweile zurückgetreten, wenige Wochen nach der Geburt ihres zweiten Kindes war sie als TV-Expertin in Tesero dabei.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)