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Frankreich 2030: Nächster Rücktritt im Organisationskomitee

Führungskrise wegen Olympia 2030

Die Personalprobleme im OK der kommenden Winterspiele halten an. Geschäftsführer Cyril Linette ist der nächste hochrangige Abgang.
Edgar Grospiron (l.) und Cyril Linette
Edgar Grospiron (l.) und Cyril Linette
© AFP/SID/ARNAUD FINISTRE
Die Personalprobleme im OK der kommenden Winterspiele halten an. Geschäftsführer Cyril Linette ist der nächste hochrangige Abgang.

Die Führungskrise im Organisationskomitee der Olympischen Winterspiele 2030 in den französischen Alpen weitet sich aus. Am Mittwoch gab das OK den Rücktritt des Geschäftsführers Cyril Linette bekannt, der 55-Jährige lag seit Wochen im Streit mit Edgar Grospiron, Präsident des Comité d’Organisation des Jeux Olympiques et Paralympiques (COJOP).

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte bereits während der Winterspiele von Mailand und Cortina die Sorge über die Vorgänge beim kommenden Ausrichter geäußert.

Es gebe da „ein Personalproblem, um das ganz klar zu sagen“, bemerkte IOC-Exekutivdirektor Christophe Dubi. Er habe das „mehrfach angesprochen, es ist überhaupt nicht komfortabel“, fügte der Schweizer hinzu.

Olympia 2030: Es gab bereits zahlreiche Rücktritte

Linette ist die vierte Führungskraft, die das COJOP innerhalb von zwei Monaten verlässt. Zuvor hatten Direktorin Anne Murac, Kommunikationschef Arthur Richer und Bertrand Méheut, Vorsitzender des Vergütungsausschusses, ihre Ämter niedergelegt.

Der Konflikt zwischen Grospiron, Buckelpisten-Olympiasieger von 1992, und Linette spitzte sich zuletzt zu, dabei hatte Grospiron den früheren Journalisten selbst für das COJOP ausgewählt.