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Olympia-Aus der Kombination? "Wir müssen Argumente liefern"

Olympia-Aus wäre ein „Riesenfehler“

DSV-Sportdirektor Horst Hüttel hofft im Kampf gegen das drohende Olympia-Aus der Nordischen Kombination auf attraktive und spannende Wettkämpfe in Italien.
Die Olympischen Winterspiele 2026 finden in Mailand und Cortina statt. Aber auch andere Orte in Italien werden zum Schauplatz der Wettkämpfe. Hier gibt's alle Austragungsorte im Überblick.
DSV-Sportdirektor Horst Hüttel hofft im Kampf gegen das drohende Olympia-Aus der Nordischen Kombination auf attraktive und spannende Wettkämpfe in Italien.

DSV-Sportdirektor Horst Hüttel hofft im Kampf gegen das drohende Olympia-Aus der Nordischen Kombination auf attraktive Wettkämpfe bei den Winterspielen in Mailand und Cortina.

„Wir müssen Argumente liefern. Wir müssen dem IOC zeigen, dass es ein Riesenfehler wäre, die Kombination aus dem Programm zu nehmen“, sagte der Funktionär des Deutschen Skiverbandes (DSV) in einer Medienrunde.

Das Internationale Olympische Komitee wird im Mai oder Juni über die olympische Zukunft der Sportart entscheiden. Bei den am Freitag beginnenden Olympischen Spielen in Italien ist die Kombination der einzige Sport, bei dem keine Frauen zugelassen sind. Laut Hüttel gibt es für das IOC daher für 2030 nur zwei Möglichkeiten: „Entweder die Damen kommen rein - oder die Herren kommen raus.“

IOC kündigt gründliche Analyse der Spiele an

Das IOC hatte zuletzt betont, in Italien genau hinschauen zu wollen. „Wir sind uns der Herausforderung bewusst, vor der die Disziplin steht, sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen. Wir werden die Informationen und Daten der Spiele nutzen, um unsere zukünftigen Entscheidungen zu treffen“, hatte der neue IOC-Sportdirektor Pierre Ducrey am Sonntag gesagt.

Laut Hüttel stehen in Italien vor allem die Einzel-Wettbewerbe am 11. und 17. Februar im Fokus: „Da hat sich das IOC angekündigt, auch Präsidentin Kirsty Coventry will kommen, ebenso IOC-Mitglied Karl Stoss. Das sind die entscheidenden Personen. Ich hoffe sehr, dass sie sich ein eigenes Bild machen werden.“

Signale, in welche Richtung die Entscheidung ausfallen wird, habe er noch keine erhalten. „Die Verantwortungsträger des IOC halten sich da sehr bedeckt. Deswegen wird es eine gewisse Blackbox bleiben“, sagte Hüttel.

Die Kombination war seit der Premiere 1924 immer bei Olympischen Spielen dabei. Nach Ansicht des IOC feierten zuletzt aber zu wenige Nationen Erfolge. Der Weltverband FIS hält dagegen, dass die Zahlen bei den teilnehmenden Athletinnen und Nationen seit Jahren steigen.