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"König der Buckelpiste" entthront! Olympiasieger im Gefühlschaos

„König der Buckelpiste“ entthront

Mikael Kingsbury sieht in Livigno wie der sichere Sieger aus, doch ein Außenseiter entreißt ihm den Olympiasieg.
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Mikael Kingsbury sieht in Livigno wie der sichere Sieger aus, doch ein Außenseiter entreißt ihm den Olympiasieg.

Der entthronte „König der Buckelpiste“ warf wütend und frustriert seine Silber-Ski in den Schnee, hinter ihm sank der Sensations-Olympiasieger auf die Knie. Der Australier Cooper Woods hat dem kanadischen Topfavoriten Mikael Kingsbury die sicher geglaubte Goldmedaille im „Moguls“ noch aus den Händen gerissen.

Außenseiter Woods, der noch nie einen Weltcup gewonnen hat, kam im letzten aller Finalläufe wie der 100-malige Sieger Kingsbury auf 83,71 Punkte. Weil der Herausforderer aber die besseren Schwünge (Turns) zeigte und dort auf einen höheren Wert kam (48,4 zu 47,7), erhielt er Gold.

Olympiasieger im kompletten Gefühlschaos

„Ah, besser wird’s nicht!“, sagte Woods, als er im Schnee kniete und abwechselnd weinte und lachte.

Auch der 25-Jährige selbst schien nicht mit seinem Coup gerechnet zu haben, war völlig überwältigt. Kein Wunder: Kingsbury ist die lebende Legende auf der Buckelpiste, der „GOAT“ seines Sports, der Größte, jemals.

Mit Olympia aber steht der 33-Jährige, der neunmal Weltmeister war, ein bisschen auf dem Kriegsfuß. Nur 2018 reichte es zu Gold, schon 2014 und 2022 holte er „nur“ Silber.

Woods schockte nicht nur den „König“. Hinter Kingsbury gewann Weltmeister Ikuma Horishima aus Japan (83,44 Punkte) Bronze. Dem Schweden Walter Wallberg, Olympiasieger von Peking, blieb in einem hochklassigen Wettkampf der undankbare vierte Platz (82,40).