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Olympia: Heraskewytsch macht Drohung nach Disqualifikation wahr

Heraskewytsch macht Drohung wahr

Der ukrainische Skeletonfahrer Wladyslaw Heraskewytsch macht seine Drohung wahr und zieht vor die Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofes CAS.
Der Ukrainer Wladislaw Heraskewytsch ist vom olympischen Skeleton-Wettbewerb ausgeschlossen worden. Er hatte darauf bestanden, einen Helm mit getöteten Sportlern aus der Ukraine zu tragen.
Der ukrainische Skeletonfahrer Wladyslaw Heraskewytsch macht seine Drohung wahr und zieht vor die Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofes CAS.

Der Ukrainer Wladyslaw Heraskewytsch will seine nachtrÀgliche Teilnahme am olympischen Skeleton-Wettbewerb einklagen. Der 27-JÀhrige zieht gegen seine Disqualifikation vom Donnerstagmorgen vor die Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofes CAS.

Der WM-Vierte beantragt die Aufhebung der Entscheidung der Jury des Weltverbandes IBSF und „als einstweilige Maßnahme des CAS die Wiederaufnahme mit sofortiger Wirkung in die Olympischen Winterspiele 2026 oder alternativ die DurchfĂŒhrung eines vom CAS ĂŒberwachten offiziellen Laufs bis zur endgĂŒltigen Entscheidung des Wettkampfs“, wie der Gerichtshof mitteilte.

Es sei ein Einzelschiedsrichter ernannt worden, „der die Angelegenheit dringend prĂŒfen soll“. Es werde zunĂ€chst ein „operativer Beschluss“ erwartet, also ein Urteil ohne BegrĂŒndung. Zum derzeitigen Zeitpunkt sei es vonseiten der Ad-hoc-Kammer des CAS „nicht möglich, einen genauen Zeitrahmen fĂŒr eine operative Entscheidung anzugeben“.

Olympia: Helm mit PortrÀts als Ursache

Die Ad-hoc-Abteilung des Sportgerichtshofs bestĂ€tigte am Donnerstagabend, man habe einen Antrag des 27-JĂ€hrigen gegen den Internationalen Bob- und Skeletonverband um 16.30 Uhr registriert. Heraskewytsch hatte bereits am Morgen, kurz nach seinem Rauswurf, diesen Schritt angekĂŒndigt.

Es scheint auch aufseiten der Richter Eile geboten: Die ersten beiden LĂ€ufe wurden am Donnerstagmorgen im Eiskanal von Cortina d’Ampezzo ausgetragen, die letzten beiden finden am Freitagabend statt.

Heraskewytsch hatte beabsichtigt, im Wettkampf einen Helm mit PortrĂ€ts ukrainischer Athleten zu tragen, die im Angriffskrieg durch Russland ihr Leben verloren haben, was vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) als unvereinbar mit der Olympischen Charta bezĂŒglich der Richtlinien zum Ausdruck von Athleten angesehen wurde.

War der Ausschluss unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig?

Heraskewytsch hatte zuvor dem IOC und der IBSF mitgeteilt, dass er den Helm tragen wĂŒrde, auch nachdem ihm mitgeteilt worden war, dass er unter diesen UmstĂ€nden nicht zugelassen wĂŒrde. Der Helm wurde von ihm bereits wĂ€hrend der Skeleton-Trainingseinheiten der Winterspiele verwendet.

„Herr Heraskewytsch argumentiert, dass der Ausschluss unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig sei, nicht durch technische oder sicherheitstechnische VerstĂ¶ĂŸe gestĂŒtzt werde und ihm einen irreparablen sportlichen Schaden zufĂŒge“, so der CAS.