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Greenpeace kippt Ölringe vor Olympia – Rauswurf für Eni!

Greenpeace mit Olympia-Protest

Vor dem Mailänder Dom platzierten Demonstranten eine Installation der olympischen Ringe, die mit schwarzem Öl überzogen waren.
Die Olympischen Winterspiele in Italien stehen kurz bevor. Ab dem 06. Februar wird um die Medaillen gekämpft. Das sind die deutschen Hoffnungsträger.
Vor dem Mailänder Dom platzierten Demonstranten eine Installation der olympischen Ringe, die mit schwarzem Öl überzogen waren.

Greenpeace-Aktivisten haben am Tag vor der Olympia-Eröffnungsfeier gegen das Sponsoring der Winterspiele von Mailand und Cortina d’Ampezzo durch den Energiekonzern Eni protestiert. Vor dem Mailänder Dom platzierten sie eine Installation der olympischen Ringe, die mit schwarzem Öl überzogen waren und forderten mit Bannern mit der Aufschrift „Kick polluters out of the Games“ den Ausschluss von Umweltverschmutzern aus dem olympischen Umfeld.

Greenpeace Italien erklärte, Sponsoring-Partnerschaften wie jene mit Eni seien „keineswegs unschuldig“. Sie dienten dazu, „uns vergessen zu lassen, welchen Schaden diese Unternehmen dem Planeten zufügen“. Zudem warnte die Organisation, der Konzern trage mit seinen Emissionen „dazu bei, den Schnee und das Eis zu eliminieren, von denen die Olympischen Spiele selbst abhängen.“

Der Klimawandel macht wintersporttaugliche Bedingungen vielerorts zunehmend unzuverlässig. Laut einer jüngst veröffentlichten Studie schrumpft die Zahl potenzieller Austragungsorte für künftige Winterspiele deutlich. Seit 1956, als Olympia in Cortina d’Ampezzo erstmals zu Gast war, sind die Temperaturen dort laut der Organisation Climate Central im Monat Februar um 3,6 Grad Celsius gestiegen.

Auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) gerät unter Druck, es bestätigte am Mittwoch den Erhalt einer Petition mit 21.000 Unterschriften, die ein Ende von Sponsorings durch fossile Energieunternehmen fordert.

IOC-Präsidentin Kirsty Coventry bestätigte, ihr Team habe sich mit den Organisatoren der Petition getroffen und fügte hinzu: „Wir führen Gespräche, um uns zu verbessern, und unsere Partner werden sich ebenfalls verbessern. Aber das braucht Zeit.“

Eine Arbeitsgruppe des IOC beschäftigt sich derzeit unter anderem mit der Option, Winterspiele vom Februar in den Januar zu verlegen, um die statistischen Chancen auf winterliche Bedingungen zu erhöhen.