Deutscher Medaillen-Doppelschlag! Axel Jungk und Christopher Grotheer haben Silber und Bronze im Skeleton gewonnen und damit doch noch Edelmetall am Freitag für Deutschland bei den Olympischen Spielen eingefahren.
Olympia 2026: Deutscher Medaillen-Doppelschlag im Skeleton
Deutscher Medaillen-Doppelschlag
Das Ergebnis zeichnete sich in den drei Läufen zuvor bereits ab. Im abschließenden Durchgang wollte das Duo noch einmal angreifen, doch Matt Weston (Großbritannien) ließ sich nicht mehr aus der Ruhe bringen und sicherte sich souverän den Sieg. So gab es auf den vorderen Rängen im letzten Lauf keine Veränderungen mehr.
Für Jungk ist es die zweite Silbermedaille bei Olympia in seiner Karriere. Bereits 2022 landete er auf dem zweiten Rang. Grotheer hatte vor vier Jahren noch triumphiert.
Das starke deutsche Ergebnis rundete Felix Keisinger auf Rang sechs ab. Für die deutschen Skeletonis ist das Ergebnis ein großer Erfolg. Der gebürtige Sachse Jungk, der mittlerweile in Dortmund lebt, hatte die Weltcupsaison als Vierter abgeschlossen. Der Oberhofer Grotheer hatte verletzungsbedingt eine wechselhafte Saison mit einem schwachen Start und deutlicher Steigerung erlebt, für ihn ist es wie für Jungk die zweite Olympiamedaille.
Grotheer weint nach Medaillengewinn
Jungk konnte nach einem vierten Lauf mit vielen Problemen über sein Happy End in der ARD jubeln: „Totale Katastrophe. Ich weiß auch nicht, ich war vor dem vierten Lauf total gespannt. Es hat mir schon fast Sorgen gemacht. Der dritte Lauf hat mir eigentlich total Selbstvertrauen gegeben, weil der war richtig gut. Und dann war es ein unfassbar schlechter Lauf von oben nach unten“, sagte der Routinier.
Er fügte an: „Ich habe echt gezittert, als ich über die Ziellinie gefahren bin, ob das gereicht hat. Umso schöner, dass es so ist. Ich hätte natürlich mit einem besseren Lauf aufgehört. Aber total egal! Hauptsache Silber!“
Grotheer war nach der Entscheidung bei der ARD sehr emotional: „Es war echt eine harte Saison muss ich sagen. Ich glaube, heute habe ich fahrerisch eine super Leistung gezeigt. Das kommt fast noch an Peking ran. Ich bin einfach sau stolz auf mich“, sagte er mit brüchiger Stimme und Tränen in den Augen.
Das Sportliche war im Vorfeld des Wettkampfs von der Disqualifikation des Ukrainers Wladyslaw Heraskewytsch überlagert worden. Der WM-Vierte hatte darauf beharrt, einen Helm mit Porträts von im Krieg von russischen Soldaten getöteten Sportlern aus seinem Heimatland zu tragen. Daraufhin wurde er vom Wettkampf ausgeschlossen, da das Internationale Olympische Komitee (IOC) einen Verstoß gegen die Olympischen Charta sah.
Wettkampf wegen Helm-Eklat im Fokus
Vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS hatte der 27-Jährige keinen Erfolg. Die Ad-hoc-Kammer des CAS wies seinen Antrag auf Aufhebung seiner Disqualifikation durch den Bob- und Schlitten-Weltverband IBSF nach einer Anhörung in Mailand ab.
Die frühere Weltmeisterin Susanne Kreher liegt zur Halbzeit nur 0,04 Sekunden hinter der führenden Österreicherin Janine Flock auf dem Silberrang. Jacqueline Pfeifer (+0,13) und Titelverteidigerin Hannah Neise (+0,37) lauern auf den Plätzen drei und vier.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)