Leon Draisaitl hat keinen Zweifel daran gelassen, welch außergewöhnliche Ehre es für ihn wäre, Deutschland bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Winterspiele 2026 als Fahnenträger zu vertreten. „Ich fühle mich total geehrt, bei dieser Frage überhaupt eine Option zu sein. Das ist etwas ganz Besonderes. Wann kannst du als Sportler deine ganze Nation in dieser Form repräsentieren? Das wäre ein absolutes Highlight“, sagte der 30-Jährige am Montag in einer Medienrunde, an der auch SPORT1 teilnahm.
Olympia 2026: Draisaitl Fahnenträger? "Fühle mich total geehrt, überhaupt eine Option zu sein"
Fahnenträger? Das sagt Draisaitl
Neben dem Eishockey-Nationalspieler stehen bei den Männern der Nordische Kombinierer Johannes Rydzek und Rennrodler Tobias Wendl zur Wahl. Bei den Frauen konkurrieren Snowboarderin Ramona Hofmeister, Bobfahrerin Laura Nolte und Skispringerin Katharina Schmid um die Rolle.
Seit den Spielen von Tokio 2021 stellen die Nationen zwei Fahnenträger, bei Olympia 2022 in Peking führten Eisschnellläuferin Claudia Pechstein und Bobfahrer Francesco Friedrich das deutsche Team an.
Das Ausmaß des möglichen historischen Moments sei bei ihm „noch gar nicht so recht angekommen“, offenbarte Draisaitl nach einer weiteren Nachfrage. „Wahrscheinlich, weil die Wahl noch nicht entschieden ist. Ich weiß überhaupt nicht, wie es dort aussieht und in welche Richtung es geht. Ich will mich überraschen lassen.“
Sollte er die bis zum 3. Februar laufende Online-Abstimmung für sich entscheiden, wäre das für ihn „ein Traum“. In Italien wird Draisaitl seine erste Olympiateilnahme überhaupt erleben. Bei den vergangenen Winterspielen in Peking 2022 sowie 2018 in Pyeongchang hatten die Stars aus der NHL gefehlt.
Olympia: Draisaitl will alles gewinnen
Bei der Wahl hat Draisaitl erfolgreiche Konkurrenz: Rydzek gewann in seiner Karriere zwei olympische Goldmedaillen, Wendl sogar sechs. Zudem zählen beide zu den erfahrensten Athleten im Feld – für Rydzek wären es die vierten, für Wendl bereits die fünften Olympischen Spiele. „Ich bin mir der starken Konkurrenz bewusst. Das sind wirklich großartige Athleten, die schon viel erreicht haben“, betonte Draisaitl.
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft startet am 12. Februar gegen Dänemark in das olympische Turnier. In den klassischen Favoritenrollen sieht Draisaitl andere Nationen wie Kanada, die USA, Schweden oder Finnland. An seinen eigenen Ansprüchen ändert das nichts: Er werde nach Italien reisen, um – wie er sagt – „alles gewinnen zu wollen“.