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Olympia 2026: Eine Medaille wie ein Wunder

Eine Medaille wie ein Wunder

Bei der Olympia-Premiere des Skibergsteigens gewinnt Ana Alonso Rodriguez die Bronzemedaille im Sprint. Nach einem schweren Unfall Ende September ist der Erfolg wie ein Wunder.
Ana Alonso Rodriguez gewann die Bronzemedaille
Ana Alonso Rodriguez gewann die Bronzemedaille
© IMAGO/Xinhua
Bei der Olympia-Premiere des Skibergsteigens gewinnt Ana Alonso Rodriguez die Bronzemedaille im Sprint. Nach einem schweren Unfall Ende September ist der Erfolg wie ein Wunder.

Als ihr Name bei der Siegerehrung aufgerufen und ihr die Bronzemedaille umgehängt wurde, flossen bei Ana Alonso Rodriguez die Tränen. Bei der Olympia-Premiere der Disziplin Skibergsteigen feierte die Spanierin im Sprint einen großen Erfolg - sowohl sportlich als auch persönlich.

Für die 31-Jährige ist die Medaille wie ein Wunder, denn erst im vergangenen September hatte sie einen schweren Unfall. Während einer Trainingseinheit mit dem Fahrrad wurde Alonso Rodriguez von einem Auto erwischt.

Sie erlitt eine Reihe von Verletzungen: Kreuzband- und Innenbandriss im linken Knie, Knöchelfraktur sowie Luxation des linken Schultergelenks.

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„Meine Welt ist zusammengebrochen“

Die Athletin stand vor einer schwierigen Entscheidung: Entweder eine sofortige Operation, womit ihr Olympia-Traum geplatzt gewesen wäre, oder sich so behandeln lassen, dass sie unter Schmerzen möglicherweise doch an den Start gehen kann.

Sie entschied sich für die zweite Option, obwohl die Heilungsprognose zunächst als ungünstig galt. Kurz vor den Winterspielen erklärte sie der spanischen Zeitung Mundo Deportivo: „Meine Welt ist zusammengebrochen. Ich habe mir überlegt, mit welchem Garantien ich antreten würde und bin dann das Risiko eingegangen.“

Operation erst nach Olympia

Alonso Rodriguez erklärte, dass die Innenbandverletzung ohne Eingriff verheilen könnte und ihr Knie aufgrund des Kreuzbandrisses lediglich etwas instabiler sei.

Deswegen betonte sie, dankbar zu sein, in Italien dabei zu sein, aber „ich weiß, dass sich mein Körper früher oder später von den Verletzungen erholen muss. Wenn die Olympischen Winterspiele vorbei sind, werde ich mich operieren lassen.“

Alonso Rodriguez beweist es allen

Ihr klares Ziel war eine Medaille - trotz ihrer Verletzungen. Den Ärzten und Physiotherapeuten gelang es, ihren Körper bis Donnerstag so zu rehabilitieren, dass sie im Sprint an den Start gehen konnte.

In ihrem Vorlauf sowie im Halbfinale stellte Alonso Rodriguez unter Beweis, dass sie um eine Medaille kämpfen kann. Im Finale musste sich die Spanierin nur Olympiasiegerin Marianne Fatton aus der Schweiz und Emily Harrop (Frankreich) geschlagen geben.

Spanierin übermannen die Gefühle

Nach der Zielüberquerung brachen bei ihr alle Dämme, sie war überglücklich über Bronze. Die spanische Zeitung Marca titelte nach dem sportlichen Wunder: „Eine Bronzemedaille, die wie Gold schmeckt.“

Die emotionale 31-Jährige sagte beim spanischen Fernsehsender Teledeporte: „Ich bin sprachlos und überwältigt. Vielen Dank an alle, die mich in den vergangenen Monaten, die sehr hart waren, begleitet haben.“

Olympia-Märchen: Folgt sogar noch Gold?

Sie fügte hinzu: „Ich habe immer gesagt, dass ich meine Ziele nicht ändern werde, dass ich um Gold in der Staffel und um eine Medaille im Sprint kämpfen werde. Die Leute haben mich angesehen, als wäre ich verrückt, als würde ich es nicht einmal zu den Spielen schaffen ... und hier ist die erste Medaille.“

Die zweite Medaille soll am Samstag folgen, wenn ab 13.30 Uhr die Mixed-Staffel auf dem Programm steht. Dann könnte Alonso Rodriguez ihr persönliches Olympia-Märchen noch vergolden.