Wladimir Klitschko hat den Ausschluss des ukrainischen Skeletonfahrers Wladyslaw Heraskewytsch bei den Olympischen Winterspielen scharf kritisiert.
Olympia 2026: Klitschko fassungslos nach Olympia-Eklat
Olympia-Eklat: Klitschko fassungslos
Fassungslos nahm der Box-Olympiasieger von 1996 die Nachricht auf. „Dabeisein ist alles. Für russische und belarussische Athleten, aber für die getöteten ukrainischen Sportler ist nicht einmal Gedenken erlaubt“, reagierte Klitschko bei Bild.
Olympia: Klitschko-Vorwurf an IOC
Er fügte hinzu: „Das IOC behauptet, es gehe nicht um Politik, sondern nur um Sport. Damit hat das alles nichts mehr mit Olympischen Spielen zu tun – das sind politische Spielchen.“
Seiner Meinung nach würde das IOC nicht die Neutralität, sondern sein Image schützen: „Die Gesichter der ukrainischen Athleten, die ihr Leben für die Freiheit gegeben haben, sind ‚zu politisch‘ für ihre perfekte TV-Show. Der olympische Idealismus geht im kalten Kalkül des globalen Sportbusiness verloren.“
Heraskewytsch von Olympia-Wettbewerben ausgeschlossen
Abschließend sagte er in aller Deutlichkeit: „Wenn ich heute an meine olympische Goldmedaille denke, spüre ich keinen Stolz mehr, sondern Scham.“ Klitschko hatte 1996 in Atlanta den Olympiasieg im Superschwergewicht geholt.
Heraskewytsch wurde am Donnerstagmorgen vom olympischen Wettkampf am Donnerstag und Freitag im Eiskanal von Cortina ausgeschlossen.
Gedenk-Helm für verstorbene Athleten
Der Ukrainer hatte darauf beharrt, wie schon im Training auch im Wettkampf einen besonderen Helm zu tragen, der Porträts von im Krieg von russischen Soldaten getöteten Sportlern aus der Ukraine zeigt.
Das IOC sieht darin einen Verstoß gegen die Olympische Charta, die Meinungsäußerungen unter anderem auf dem Spielfeld („field of play“) untersagt.