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Olympia 2026: Kufe ins Gesicht! Blut-Sturz im Shorttrack

Blut-Sturz bei Olympia-Rennen

Im Viertelfinale des olympischen Shorttrack-Wettbewerbs kommt es zu einem Schreckmoment. Die Polin Kamila Sellier wird von einer Kufe im Gesicht getroffen - das Rennen muss unterbrochen werden.
Das Eishockey-Halbfinale zwischen Titelverteidiger Finnland und Topfavorit Kanada bietet echten Nervenkitzel. Erst eine sensationelle Aufholjagd liefert den ersten Finalisten.
Im Viertelfinale des olympischen Shorttrack-Wettbewerbs kommt es zu einem Schreckmoment. Die Polin Kamila Sellier wird von einer Kufe im Gesicht getroffen - das Rennen muss unterbrochen werden.

Der olympische Shorttrack-Wettbewerb über 1500 Meter der Frauen ist von einem heftigen Sturz überschattet worden. Eisschnellläuferin Kamila Sellier kam im Viertelfinale zu Fall und zog sich dabei eine Gesichtsverletzung zu.

Die 25-Jährige befand sich zu diesem Zeitpunkt des Rennens auf Platz drei, als es in einer Kurve zum Sturz kam. Dabei rutschte sie über das Eis und wurde von der hinteren Kufenkante der US-Amerikanerin Kristen Santos-Griswold unter dem linken Auge getroffen. Die Szene führte unmittelbar zum Rennabbruch.

Olympia: Wunde wird in der Arena genäht

Medizinisches Personal war schnell zur Stelle und versorgte die blutige Gesichtswunde von Sellier mehrere Minuten auf dem Eis. Die Polin wurde dabei mit einer Plane abgeschirmt und anschließend auf einer Trage unter Applaus der Zuschauer aus der Halle gebracht. Dabei signalisierte sie mit einem Daumen nach oben Entwarnung.

Nach Informationen polnischer Funktionäre wurde die Wunde noch in der Arena genäht.

„Das Jochbein ist höchstwahrscheinlich verletzt. Es besteht eine deutliche Schwellung. Das Auge ist geschwollen, und es ist schwer zu sagen, was genau damit los ist, bis eine gründliche Untersuchung durchgeführt wurde“, sagte Konrad Niedzwiedzki, Chef de Mission der Polen.

Vorfall zieht Disqualifikationen nach sich

Auch sportlich hatte der Vorfall Konsequenzen: Neben Sellier wurde auch Santos-Griswold disqualifiziert, da beide unmittelbar vor dem Sturz geschoben hatten.

Beim erneuten Start des Viertelfinals gingen nur noch vier Läuferinnen ins Rennen. Die Italienerin Arianna Fontana schaffte es in die nächste Runde und zog später auch in den Endlauf ein. Dort konnte sie ihrer bisherigen Medaillensammlung allerdings keine weitere hinzufügen.

Im Finale feierten Kim Gilli und Choi Minjeong einen südkoreanischen Doppelsieg. Bronze ging an Corinne Stoddard (USA).

Für Gilli war es bereits die zweite Goldmedaille, die 21-Jährige hatte schon mit der Staffel über 3000 m triumphiert.