Olympia>

Olympia 2026: Nächstes Rodel-Gold für Deutschland

Die deutsche Dynastie setzt sich fort

Rodlerin Julia Taubitz gewinnt Gold bei den Olympischen Winterspielen. Die Medaillen-Hoffnungen von Teamkollegin Merle Fräbel platzen dramatisch.
Rodler und Olympia-Goldmedaillengewinner Max Langenhan kritisiert auf der Pressekonferenz das präsentierte Kamerabild scharf.
Rodlerin Julia Taubitz gewinnt Gold bei den Olympischen Winterspielen. Die Medaillen-Hoffnungen von Teamkollegin Merle Fräbel platzen dramatisch.

Dritte Goldmedaille für Deutschland bei den Olympischen Winterspielen und schon die zweite im Rodeln! Nach dem Erfolg von Max Langenhan ist auch Julia Taubitz der Olympiasieg gelungen.

Für Taubitz, die bereits acht WM-Titel und fünf Gesamtweltcupsiege in ihrer Vita stehen hat, ist es die Erfüllung eines Kindheitstraums. Nach ihrer Zieleinfahrt konnte sie ihr Glück gar nicht fassen: Sie ließ einen lauten Jubelschrei los, ehe kurz danach die Tränen flossen.

Taubitz lässt den Schlitten tanzen

„Ich glaube, ich habe lange nicht mehr so viel geweint, ich bin unglaublich dankbar”, freute sich Taubitz beim ZDF. Sie fügte hinzu: „Die letzten vier Jahre waren nicht immer leicht und ich war vor dem letzten Lauf etwas nervös, aber es war der schönste Tanz meines Lebens.“

Taubitz weiter: „Es ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Ich konnte den Schlitten bei meinen Läufen tanzen lassen und habe mich sehr wohl gefühlt.“

Taubitz lässt es gerne krachen

Rund eine Stunde nach ihrem großen Erfolg meinte die 29-Jährige in der Mixed-Zone, dass sie es immer noch realisierte habe, aber die Medaille ihr dabei helfen würde.

„Ich lass schon gerne mal die Sau heraus, aber ich weiß, dass in zwei Tagen die Teamstaffel ist, deswegen ist heute Abend Halbgas und ab Donnerstagabend dann Vollgas“, sagte die Olympiasiegerin lachend.

Überraschungsbesuch im Ziel

Im Ziel wurde sie nicht nur von ihren Teamkollegen und Familienangehörigen empfangen, sondern auch von Topmodel Lena Gercke sowie Leichtathletik-Star Gina Lückenkemper: „Die beiden kenne ich flüchtig von den Namen, aber nicht persönlich. Es ist super-schön, dass sie hier sind und uns im Ziel empfangen haben. Wer nimmt nicht gerne eine Umarmung von Lena Gercke und Gina Lückenkemper?“

Deutsche Rodlerinnen setzen Erfolgslauf fort

Damit setzen die deutschen Rodlerinnen im Eiskanal einen historischen Erfolgslauf fort: Seit 1998 kam die Olympiasiegerin im Einsitzer der Frauen stets aus Deutschland.

Nach dem Triumph von Silke Kraushaar folgten zwei Erfolge von Sylke Otto (2002, 2006). Tatjana Hüfner gewann dann 2010 Gold, ehe zwischen 2014 und 2022 Natalie Geisenberger den Titelhattrick perfekt machte. Nun darf sich Taubitz Rodel-Königen nennen.

Vor vier Jahren in Peking war die als Favoritin gestartete Taubitz vom WSC Oberwiesenthal im zweiten Lauf gestürzt und in der Folge nur Siebte geworden.

Fräbels Medaillen-Hoffnungen platzen dramatisch

Die Medaillen-Hoffnungen von Teamkollegin Merle Fräbel platzten bereits zu Beginn des dritten Durchgangs. Kurz nach dem Start unterlief ihr ein Fahrfehler und sie schlug in der Bande ein.

Nachdem die 22-Jährige nach den beiden Läufen am Montag nur knapp hinter Taubitz lag und eigentlich alles nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen aussah, stürzte Fräbel zwischenzeitlich auf Platz zehn ab. Letztlich wurde sie Achte.

Anna Berreiter aus Berchtesgaden, Olympiazweite von Peking, hatte keine Chancen auf das Podest. Sie schloss den Wettkampf auf Platz sechs ab.

-----

Mit Sport-Informations-Dienst (SID)