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Olympia 2026: "Schneckentempo!" Schweden verhöhnen norwegischen Langlauf-Star

Schweden spotten über Langlauf-Star

Im Sprint-Wettbewerb der Olympischen Winterspiele gewinnen die schwedischen Langlaufstars alle Medaillen, die norwegischen Frauen gehen leer aus. Das sorgt für Spott.
Spektakel pur bei der Eröffnung der Olympischen Spiele. Aus musikalischer Sicht eröffnen zwei absolute Hochkaräter die Spiele in Italien.
Im Sprint-Wettbewerb der Olympischen Winterspiele gewinnen die schwedischen Langlaufstars alle Medaillen, die norwegischen Frauen gehen leer aus. Das sorgt für Spott.

Linn Svahn vor Jonna Sundling und Maja Dahlqvist – Schwedens Langläuferinnen haben den Sprint-Wettbewerb bei den Olympischen Winterspielen am Dienstag nach Belieben beherrscht und die Medaillen vollständig in Beschlag genommen. Selbst die sonst so erfolgsverwöhnten Norwegerinnen fanden kein Mittel gegen die skandinavische Machtdemonstration.

Besonders überraschend: die Norwegerin Kristine Stavas Skistad landete nur auf Rang fünf – ein Ergebnis, das für die 27-Jährige eine herbe Enttäuschung war. Noch im vergangenen Jahr hatte sie bei den Weltmeisterschaften in Trondheim Sprint-Silber gewonnen und war mit großen Ambitionen ins olympische Finale gegangen. Entsprechend scharf fiel die Reaktion in den schwedischen Medien aus.

„Merkwürdige Bilder – gab auf halber Strecke auf“, schrieb die Zeitung Aftonbladet und fügte hinzu: „Die norwegische Sprint-Ikone Kristine Stavas Skistad spricht gern darüber, wie sehr sie die schwedischen Läuferinnen schlagen will. Doch im olympischen Sprintfinale war sie am Dienstag nur noch eine Zuschauerin, die im Schneckentempo über die Ziellinie kam.“

Olympia: Norwegen-Star fühlte sich „leer“

Anlass des Spotts war nicht der fünfte Platz allein, sondern vor allem auch der Rückstand: 29 Sekunden fehlten Skistad auf die neue Olympiasiegerin Svahn – im Sprint eine halbe Ewigkeit. Im Ziel wirkte die Norwegerin ausgezehrt. „Ich hatte nichts mehr zuzusetzen. Ich war völlig am Ende“, sagte sie dem Sender NRK. Sie fühle sich „leer“, erklärte Skistad – und bedauerte, „dass so etwas an einem Tag wie diesem passiert“.

Dass die schwedische Presse die Gelegenheit zur Zuspitzung nutzte, überrascht kaum. Die Rivalität zwischen Norwegen und Schweden gehört im Wintersport zum festen Inventar, im Langlauf ist sie besonders ausgeprägt. Entsprechend teilte auch die schwedische Boulevardzeitung Expressen mit sehr ähnlichen Worten aus. „Als die Schwedinnen am Anstieg anzogen, gab die Norwegerin plötzlich auf. Danach überquerte sie die Ziellinie im Schneckentempo.“

Aus norwegischer Sicht blieb der vierte Platz von Julie Myhre Drivenes das beste Resultat im Klassisch-Sprint. Ingrid Bergene Aabrekk war bereits im Viertelfinale ausgeschieden, Milla Grosberghaugen Andreassen scheiterte im Halbfinale.