Aufregung um eine niederländische Olympia-Hoffnung: Bereits vor den ersten Wettkämpfen bei den Winterspielen hat Eisschnellläuferin Jutta Leerdam im eigenen Land für Kopfschütteln gesorgt.
"Entsetzliches Verhalten": Heftige Kritik an Olympia-Star
Heftige Kritik an Olympia-Star
Die 27-Jährige wählte im Gegensatz zu ihren Kolleginnen und Kollegen ein deutlich luxuriöseres Transportmittel für die Anreise nach Mailand: Die Medaillenkandidatin über 500 und 1000 Meter kam in einem Privatjet nach Italien. Das zeigte Leerdam voller Stolz in den sozialen Medien, wo sie mehrere Bilder aus dem Flieger veröffentlichte.
„Off to Milano“, lautete die Bildunterschrift der siebenmaligen Weltmeisterin, die auf Instagram über fünf Millionen Follower hat. Auch ihr Verlobter, der US-amerikanische Boxer und Unternehmer Jake Paul, kommentierte den Beitrag und wünschte Leerdam viel Erfolg.
Olympia 2026: „Entsetzliches Verhalten“
Die Aktion der Athletin sorgte in der niederländischen Presse allerdings für Unbehagen. „Ich finde ihr Verhalten entsetzlich, wie das einer Diva“, kommentierte der ehemalige Fußballer und mittlerweile als Journalist tätige Johan Derksen in der TV-Sendung Vandaag Inside.
Er legte nach: „Sie ist nicht anders als die anderen Eisschnellläuferinnen, die Linienflüge nehmen. Ich finde das absolut lächerlich. Als Trainer hätte ich das nicht toleriert.“
Auch der Journalist Valentijn Driessen von der Tageszeitung De Telegraaf fand deutliche Worte zu Leerdams Auftritt: „Man sieht fast nur Jutta. Man könnte fast meinen, sie sei die einzige Vertreterin der Niederlande.“
Leerdam peilt ihre zweite Olympia-Medaille an
Die 27-Jährige gewann bei den vergangenen Winterspielen in Peking über 1000 Meter Silber und war in der Folge auch mit elf Weltcup-Siegen erfolgreich.
In Mailand peilt Leerdam nun trotz der Störgeräusche um ihre Person die zweite olympische Medaille ihrer Karriere an.
Für sie wird es am Montag zum ersten Mal ernst, wenn im Milano Speed Skating Stadium die Entscheidung über 1.000 Meter bei den Frauen fällt.