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Olympia 2026: Den Tränen nahe! Vonn bestätigt Kreuzbandriss

Vonn bestätigt Kreuzbandriss

Lindsey Vonn hat sich das Kreuzband gerissen. Den Traum von einer Teilnahme bei Olympia will der US-Star dennoch nicht aufgeben.
Lindsey Vonn will trotz Kreuzbandrisses bei Olmypia um Gold fahren. In einer Pressekonferenz am Dienstag erklärte die 41-Jährige die Hintergründe.
Lindsey Vonn hat sich das Kreuzband gerissen. Den Traum von einer Teilnahme bei Olympia will der US-Star dennoch nicht aufgeben.

Die großen Sorgen um Wintersport-Superstar Lindsey Vonn haben sich bewahrheitet. Wie die 41-Jährige am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Cortina d’Ampezzo bestätigte, habe sie nach ihrem Sturz am Freitag in Crans Montana eine schwere Knieverletzung erlitten.

„Beim letzten Weltcup am vergangenen Freitag in Crans-Montana habe ich mir das vordere Kreuzband komplett gerissen“, sagte sie und unterdrückte ihre Tränen mit einiger Mühe.

Vonn will trotz Kreuzbandriss bei Olympia starten

Aber: Den Traum von einer Teilnahme bei Olympia will die US-Amerikanerin dennoch nicht aufgeben. „Mein Knie ist nicht geschwollen. Daher will ich es am Sonntag probieren. Ich weiß, dass ich nicht mehr die gleichen Chancen habe. Aber ich will es versuchen“, sagte Vonn.

Betroffen ist das linke Knie. Seit ihrem Comeback in der vergangenen Saison fährt die 41-Jährige mit einer Teilprothese im rechten Knie.

Am Dienstag sei sie „Ski gefahren, das Knie ist nicht geschwollen. Ich fühle mich besser als 2019 bei der WM, und da hatte ich keinen Kreuzbandriss.“ Verletzt war sie aber auch damals gefahren, diagnostiziert wurde ein Teilriss des vorderen Kreuzbandes - drei Monate später holte Vonn dennoch eine WM-Medaille.

„Ich habe keine Schmerzen“, betonte die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2010 und fügte hinzu: „Das Leben ist nicht perfekt. Das ist offensichtlich nicht das, was ich gehofft habe. Ich habe heute trainiert, muss aber noch das Abfahrtstraining versuchen.“

Olympische Spiele 2026: Abfahrt bereits am Sonntag

Bereits am Sonntag findet in Cortina d’Ampezzo das Abfahrtsrennen der Damen statt. Die Zeit dürfte für die Olympiasiegerin von 2010 eng werden.

Ihr Knie will sie im Rennen mit einer Orthese schützen, die sie auch rechts trägt. „Ich hatte noch nie Angst, ich war immer eine Abenteurerin“, sagte sie. Und sie kenne ihren Körper nach Jahren der Skirennen und der Verletzungen „sehr gut. Ich fühle mich glücklich, dass ich noch immer das tun kann, was ich so sehr liebe“.

Ob sie nach dem Rennen in der Königinnen-Disziplin noch weitere Rennen bei Olympia bestreiten wird, ließ sie offen: „Wenn es (das Knie, d.Red.) stabil ist und ich mich sicher fühle, werde ich weiter Rennen fahren. Ziel ist die Abfahrt. Ich muss erst abwarten, wie es sich anfühlt. Aber ich kann Ihnen diese Antwort erst geben, wenn ich tatsächlich Ski gefahren bin. Ich muss erst 85 Meilen die Stunde fahren, dann kann ich es sagen.“

Vonn will in Cortina, wo sie im Weltcup Rekordsiegerin ist, ihr famoses Comeback mit ihrer zweiten Goldmedaille bei einer Olympia-Abfahrt nach 2010 krönen.

Fatale Vonn-Verletzung kurz vor Olympia

In Crans-Montana hatte sie bei kniffligen Verhältnissen nach dem Sprung ins „Fuchsloch“ das Gleichgewicht verloren. Sie geriet in Rückenlage und schlug schließlich im Fangnetz ein.

Nach dem Sturz am vergangenen Freitag bei der Weltcup-Abfahrt in der Schweiz habe sie „ein schlechtes Gefühl“ gehabt, „aber ich habe die Hoffnung hochgehalten, ich habe nicht geweint“.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)