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Olympia: Höhere Sporthilfe-Prämien als 2022

Höhere Prämien für deutsche Athleten

Im Vergleich zu 2022 erhalten die deutschen Athleten trotz weniger Medaillen mehr Prämien, die sie nicht versteuern müssen.
Emma Aicher holt bei der Ski-Alpin-Abfahrt die erste Medaille für das deutsche Team bei den Olympischen Spielen. Dass sie diese ausgerechnet bei der Abfahrt gewinnt, hatte die 22-Jährige nicht erwartet.
Im Vergleich zu 2022 erhalten die deutschen Athleten trotz weniger Medaillen mehr Prämien, die sie nicht versteuern müssen.

Die Stiftung Deutsche Sporthilfe schüttet 740.000 Euro an deutsche Medaillengewinner bei den Olympischen Winterspielen aus. Trotz geringerer Medaillenzahl erhalten die Athletinnen und Athleten von Team D rund um Shootingstar Emma Aicher damit mehr Prämien als noch für die Spiele 2022 in Peking (704.000). Erstmals sind die Zuwendungen steuerfrei.

Die Verkündung nahm die Stiftung zum Anlass, für ein Umdenken zu plädieren. Das Gesamtabschneiden zeige: „Wir müssen zukünftig noch gezielter und individueller fördern“, sagte Vorstand Karin Orgeldinger mit Blick auf die deutschen Medaillen, die zu 73 Prozent aus Erfolgen im Eiskanal resultierten.

Die insgesamt 14 Goldmedaillengewinner wie Skispringer Philipp Raimund erhalten jeweils 30.000 Euro. Die zehn Silbermedaillengewinner bekommen 20.000 Euro, die zwölf Bronzemedaillengewinner werden mit jeweils 10.000 Euro bedacht.

Gewinner mehrerer Medaillen können nicht zwingend eine Mehrfachausschüttung erwarten. „Honoriert wird bei mehreren Medaillen einer Sportlerin oder eines Sportlers jeweils der größte Erfolg“, heißt es in der Mitteilung. Für die Rennrodler Tobias Wendl und Tobias Arlt bedeutet das beispielsweise, dass lediglich das Gold in der Teamstaffel belohnt wird, während Bronze im Doppelsitzer keine Prämie zur Folge hat.