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Enttäuschung für deutsche Legende: "Es ist bitter, wenn es bei Olympia passiert"

Bittere Enttäuschung: Das sagt Loch

„Es wollte einfach nicht”: Felix Loch patzt bei den Olympischen Winterspielen folgenschwer. Der Traum vom dritten Einzel-Gold ist für den Rennrodler ist vermutlich schon vorbei.
Spektakel pur bei der Eröffnung der Olympischen Spiele. Aus musikalischer Sicht eröffnen zwei absolute Hochkaräter die Spiele in Italien.
„Es wollte einfach nicht”: Felix Loch patzt bei den Olympischen Winterspielen folgenschwer. Der Traum vom dritten Einzel-Gold ist für den Rennrodler ist vermutlich schon vorbei.

Für Rennrodler Felix Loch scheint der Traum von der dritten olympischen Goldmedaille im Einsitzer schon nach dem ersten Wettkampftag geplatzt zu sein - dafür greift Max Langenhan nach dem Sieg!

Nach einem schweren Patzer am Start des ersten Laufes liegt Loch nach zwei von vier Durchgängen in Cortina d’Ampezzo bereits 0,919 Sekunden hinter dem führenden Weltmeister Langenhan, der im neu gebauten Cortina Sliding Centre mit zwei Bahnrekorden direkt ein Ausrufezeichen setzte. Loch, der nach einer starken Weltcup-Saison mit vier Siegen in sieben Rennen als Mitfavorit angereist war, liegt bei seinen fünften Olympischen Spielen bei Halbzeit nur auf Rang acht.

Zweiter Lauf ohne groben Patzer

Loch droht bei Olympischen Spielen die dritte große Enttäuschung in Folge. 2018 hatte er in Pyeongchang nach einem Fehler im vierten Lauf das sicher geglaubte Gold aus der Hand gegeben, vor vier Jahren in Peking landete er auf dem undankbaren vierten Rang. 2010 und 2014 hatte er im Einsitzer jeweils Gold gewonnen.

Beim Start von Lauf eins war Loch direkt rechts in die Bande gefahren, das kostete im Verlauf der Bahn Zeit. Im Zweiten fiel er auch ohne groben Patzer weiter zurück.

Lochs Gefühlslage nach der Ernüchterung? Gemischt. „Angefressen oder enttäuscht wäre der falsche Ausdruck“, sagte Loch auf SPORT1-Nachfrage: „Mit dem zweiten Lauf war ich an sich zufrieden. Es scheint nicht genau das richtige Setup zu sein. Es wollte einfach nicht. Vielleicht gibt es so Tage - es ist natürlich bitter, wenn es bei Olympia passiert. Aber am Ende steckt man den Kopf in den Sand. Vielleicht geht es noch ein bisschen nach vorn.“ Bei einem „Bierchen“ wolle er sich mit seinem Team nun überlegen, was er noch ändern könne.

Goldtraum von Langenhan lebt

Langenhan hingegen peilt sein erstes olympisches Edelmetall an. 2022 in Peking war er bei seiner ersten Teilnahme auf Rang sechs gefahren. Als erster Starter in Lauf eins legte er einen fehlerfreien Lauf hin und stellte einen Bahnrekord auf der jungen Bahn in Norditalien auf.

Langenhan führt vor dem Österreicher Jonas Müller (+0,162), Dritter ist der Italiener Dominik Fischnaller (+0,298). Der Chemnitzer Timon Grancagnolo (+1,018) belegt Rang neun.

Die Medaillen werden nach den abschließenden zwei Läufen am Sonntag (17.00, 18.31 Uhr im LIVETICKER) vergeben.