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Olympia: DOSB-Statement zur Helm-Debatte

DOSB-Statement zur Helm-Debatte

Es gehe um "politische Botschaften und solche, die so interpretiert werden können", teilt der deutsche Dachverband mit.
Der Ukrainer Wladislaw Heraskewytsch ist vom olympischen Skeleton-Wettbewerb ausgeschlossen worden. Er hatte darauf bestanden, einen Helm mit getöteten Sportlern aus der Ukraine zu tragen.
Es gehe um "politische Botschaften und solche, die so interpretiert werden können", teilt der deutsche Dachverband mit.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zeigt angesichts der Disqualifikation des ukrainischen Skeletonfahrers Wladyslaw Heraskewytsch Verständnis für die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

„Im Wettkampf sind politische Botschaften und solche, die so interpretiert werden können, sinnvollerweise untersagt“, hieß es in einem Statement des DOSB am Donnerstag.

Heraskewytsch wollte im Wettkampf einen Helm tragen, der Porträts von im Krieg von russischen Soldaten getöteten Sportlern aus der Ukraine zeigt.

DOSB: „Wunsch nach Gedenken ist nachvollziehbar“

„Wir können verstehen, dass das Bedürfnis besteht, auf die schrecklichen Folgen dieses Krieges hinzuweisen“, schrieb der DOSB: „Der Wunsch nach Gedenken ist nachvollziehbar. Dies ist im Rahmen der Möglichkeiten, wie bei Pressekonferenzen und Medienstatements auch möglich und diese Möglichkeiten der freien Meinungsäußerung unterstützen wir als DOSB ausdrücklich.“

Es sei zudem grundsätzlich „ein starkes Zeichen, dass ukrainische Athletinnen und Athleten an diesen Spielen teilnehmen können. Das ist vier Jahre nach dem Überfall Russlands auf ihr Heimatland auch ein wichtiges Signal der Widerstandskraft des ukrainischen Volkes.“

Heraskewytsch galt für die Rennen am Donnerstag und Freitag als Medaillenkandidat, beharrte aber auf der Teilnahme mit dem beanstandeten Helm. Kurz vor dem Start des ersten Laufs wurde er vom Wettkampf ausgeschlossen, das IOC sah einen Verstoß gegen die Olympischen Charta.