Die deutschen Skeleton-Piloten Axel Jungk und Christopher Grotheer liegen beim vom Ausschluss des Ukrainers Wladyslaw Heraskewytsch überschatteten Olympiarennen in Cortina d’Ampezzo zur Halbzeit auf Medaillenkurs.
Olympia: Deutsche auf Medaillenkurs
Deutsche auf Medaillenkurs
Jungk (34), Olympiazweiter in Peking vor vier Jahren, hat als Zweiter 0,30 Sekunden Rückstand auf den britischen Weltmeister und Gesamtweltcupsieger Matt Weston. Peking-Olympiasieger Grotheer (33) ist Dritter (+0,46).
Auch Olympiadebütant Felix Keisinger (28) hat als Sechster (+0,88) noch Chancen auf Edelmetall. Großer Topfavorit im Cortina Sliding Centre ist Weston, der fünf von sieben Weltcuprennen in dieser Saison gewann und sein Ausnahmekönnen unterstrich.
Der Oberhofer Grotheer war nach einem schwierigen Saisonstart in guter Form nach Norditalien gereist und kämpfte sich mit einem starken zweiten Lauf von Platz vier einen Rang nach vorne.
Wiederholung der großen Erfolge von Olympia 2022?
Die deutschen Skeletonis wollen an den Erfolg von Peking 2022 anknüpfen, als beide Olympiasiege und drei von sechs Medaillen an die Athletinnen und Athleten des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) gingen.
In Cortina wird erstmals auch eine Entscheidung im Mixed-Team ausgefahren. Im Einzel der Männer fällt die Entscheidung am Freitagabend ab 19.30 Uhr in zwei weiteren Läufen.
Nicht am Start war der WM-Vierte Heraskewytsch. Der Ukrainer hatte darauf beharrt, einen Helm mit den Porträts von im Krieg von russischen Soldaten getöteten Sportlern aus der Ukraine zu tragen.
Daraufhin wurde er vom Wettkampf ausgeschlossen, da das Internationale Olympische Komitee (IOC) einen Verstoß gegen die Olympischen Charta sieht.