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Historische Olympia-Enttäuschung: "Das war von vorne bis hinten nix!"

„Das war von vorne bis hinten nix!“

Die deutschen Langläuferinnen erleben bei den Olympischen Spielen eine herbe Enttäuschung.
Im Februar 2026 stehen die Olympischen Winterspiele in Italien auf dem Programm. Dafür gibt es einmal mehr eine spezielle Kollektion mit verschiedenen Outfits für die deutschen Sportlerinnen und Sportler.
Die deutschen Langläuferinnen erleben bei den Olympischen Spielen eine herbe Enttäuschung.

Die deutschen Skilangläuferinnen haben bei der zweiten Gold-Show der Schwedin Frida Karlsson bei den Olympischen Spielen eine herbe Enttäuschung erlebt. Pia Fink sorgte im Freistil-Rennen über zehn Kilometer als 19. noch für das beste DSV-Ergebnis, es war das schlechteste Olympia-Abschneiden über diese Distanz seit 1956.

Junioren-Weltmeisterin Helen Hoffmann kam nur auf Rang 28 - und war anschließend entsprechend bedient. „Ich glaube, ich brauch das nicht einordnen. Das war von vorne bis hinten nix. Das kann ich nicht ändern“, sagte Hoffmann im ZDF.

Auf die Frage, woran es gelegen habe, sagte 24-Jährige: „Ja, wenn ich das wüsste, würde ich es ändern, aber es lief einfach nicht.“ Das Material habe „eher nicht“ gepasst, sagte Hoffmann später: „Bei so einem Abstand weiß ich nicht, ob es nur an mir liegt.“

Bundestrainer Peter Schlickenrieder war ernüchtert: „Heute haben wir einen auf die Mütze bekommen, das kann man nicht anders sagen.“

Karlsson nicht zu schlagen - Bronze für Diggins trotz Verletzung

Nicht zu schlagen war im Kampf gegen die Uhr die überragende Karlsson, damit ging bei den Frauen auch die dritte Goldmedaille der Olympischen Spiele nach Schweden.

Karlsson benötigte bei ungewohnt warmem Wetter in Lago di Tesero 22:49,2 Minuten und lag damit wie im Skiathlon fünf Tage zuvor klar vor ihrer Teamkollegin Ebba Andersson (+46,8 Sekunden).

Bronze ging an die mit einer Rippenprellung gestartete US-Amerikanerin Jessie Diggins (+49,7 Sekunden). Mehrere Läuferinnen waren bei Temperaturen von sieben Grad mit kurzen Ärmeln und Hosen an den Start gegangen.

Kurzfristig angereiste Olympia-Debütantin abgeschlagen

Hinter Fink (+1:55,0 Minuten), im Skiathlon noch Zwölfte, landeten aus deutscher Sicht die amtierenden Junioren-Weltmeisterin Helen Hoffmann (28./+2:18,2) und Sofie Krehl (42./+3:01,9).

Auf dem 68. Platz folgte die kurzfristig angereiste und daher „stolze“ Olympia-Debütantin Theresa Fürstenberg (+4:05,9). Mehrere Läuferinnen waren bei Temperaturen von sieben Grad mit kurzen Ärmeln und Hosen an den Start gegangen.

Bundestrainer verneigt sich vor Olympiasiegerin

Eine Klasse für sich war Karlsson. „Frida ist on fire. Sie ist eine außergewöhnliche Läuferin“, sagte der deutsche Frauen-Trainer Per Nilsson, der gleichzeitig Karlssons Heimtrainer ist.

Auch Bundestrainer Peter Schlickenrieder zog den Hut: „Frida hat sich akribisch auf diese Spiele vorbereitet, viele Rennen ausgelassen und viel Höhentraining absolviert, sie ist in bestechender Form.“

Teamsprint-Olympiasiegerin Katharina Hennig Dotzler, vor vier Jahren im von ihr favorisierten klassischen Stil Fünfte über zehn Kilometer, hatte mit Blick auf die Staffel am Samstag auf das Rennen verzichtet.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)