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Kreuzbandriss-Drama: Lindsey Vonn kämpft weiter um Olympia-Gold

Trotz Kreuzbandriss: Vonn will bei Olympia starten

Die Speed Queen ist schwer verletzt, ihren Traum vom zweiten Gold gibt sie aber nicht auf.
Beißt auf die Zähne: Lindsey Vonn
Beißt auf die Zähne: Lindsey Vonn
© AFP/SID/Fabrice COFFRINI
Die Speed Queen ist schwer verletzt, ihren Traum vom zweiten Gold gibt sie aber nicht auf.

Speed Queen Lindsey Vonn hat bei ihrem schweren Sturz in Crans-Montana einen Kreuzbandriss im linken Knie erlitten, ihren Olympia-Traum aber nicht aufgegeben. "Das Leben ist nicht perfekt", sagte die 41-Jährige am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Olympia-Ort Cortina d'Ampezzo, wo sie erstmals eine Diagnose bekannt gab und am Sonntag in ihrer Spezialdisziplin Abfahrt um Gold fahren will.

Ohne Schmerzen: Vonn zeigt Kämpferherz nach Sturz

"Ich habe keine Schmerzen", ergänzte Vonn, die seit ihrem Comeback in der vergangenen Saison mit einer Teilprothese im rechten Knie fährt. Nach dem Sturz am vergangenen Freitag bei der Weltcup-Abfahrt in der Schweiz habe sie "ein schlechtes Gefühl" gehabt, "aber ich habe die Hoffnung hochgehalten, ich habe nicht geweint".

Abfahrt im Blick: Erst 85 Meilen, dann Entscheidung

Am Dienstag dann sei sie "Ski gefahren, das Knie ist nicht geschwollen. Ich fühle mich besser als 2019 bei der WM, und da hatte ich keinen Kreuzbandriss." Ob sie nach dem Rennen in der Königinnen-Disziplin noch weitere Rennen bei Olympia bestreiten wird, ließ sie offen: "Ziel ist die Abfahrt. Ich muss erst abwarten, wie es sich anfühlt. Ich muss erst 85 Meilen die Stunde fahren, dann kann ich es sagen."

Goldmission in Cortina trotz Fuchsloch-Drama

Vonn will in Cortina, wo sie im Weltcup Rekordsiegerin ist, ihr famoses Comeback mit ihrer zweiten Goldmedaille bei einer Olympia-Abfahrt nach 2010 krönen. In Crans-Montana hatte sie bei kniffligen Verhältnissen nach dem Sprung ins "Fuchsloch" das Gleichgewicht verloren. Sie geriet in Rückenlage und schlug schließlich im Fangnetz ein.