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Weikert appelliert an Politik: "Viele Probleme und Problemchen"

Weikert appelliert an Politik: "Viele Probleme und Problemchen"

Nach den Olympischen Winterspielen äußern sich Vertreter aus Sport und Politik zur Nachwuchsförderung.
DOSB-Präsident Thomas Weikert
DOSB-Präsident Thomas Weikert
© IMAGO/DeFodi Images/SID/Marco Steinbrenner
Nach den Olympischen Winterspielen äußern sich Vertreter aus Sport und Politik zur Nachwuchsförderung.

DOSB-Präsident Thomas Weikert hat nach den Olympischen Winterspielen mit Blick auf die Nachwuchsförderung im Sport an die Politik appelliert. "Wir müssen uns Konzepte überlegen, wie wir an die Jugendlichen herankommen. Das fängt in der Schule an", betonte Weikert am Mittwoch im Rahmen des Parlamentarischen Abends des deutschen Sports in Berlin. In diesem Bereich mache man "schlicht und einfach zu wenig".

Weikert sprach in diesem Zusammenhang über eine Erhöhung der Sportstunden in Schulen. "Das ist auch an die Politik gerichtet. Wenn wir das nicht tun, vielleicht sogar schon im Kindergarten mit kleineren Sportübungen anfangen, dann wird das nichts werden. Das muss man einfach mal so deutlich sagen."

Ein weiteres Problem sieht Weikert bei den Betreuerinnen und Betreuern. "Die Trainerinnen und Trainer laufen uns weg, wenn wir sie nicht vernünftig bezahlen und dauernd Zeitverträge machen. Das wird nicht funktionieren." Insgesamt gebe es "viele Probleme und Problemchen", sagte der DOSB-Präsident: "Wir als Verbände müssen unser Übriges tun und unsere Hausaufgaben machen, die Politik aber auch."

Angesprochen auf das Sportfördergesetz sagte Weikert, dass man mit der Politik "in gutem Austausch" sei: "Aber wir möchten uns natürlich als Sport nicht so verkaufen lassen, als sitzen wir auf der Bank daneben." Es gebe "noch verschiedene Punkte, die verbesserungswürdig" seien. Insgesamt wäre ein Sportfördergesetz mit den entsprechenden Inhalten aber für Athletinnen und Athleten sowie die Nachwuchsförderung "sehr gut", betonte Weikert.

Die mögliche Ausrichtung Paralympischer und Olympischer Spiele 2036, 2040 oder 2044 in Deutschland sieht Sportstaatsministerin Christiane Schenderlein beim Thema Förderung als Katalysator. "Wir wollen die Spiele nach Deutschland holen", bekräftigte die CDU-Politikerin. Ein wichtiger Aspekt dabei sei auch das Thema Nachwuchs. Es sei zudem "ein Auftrag in die Modernisierung der Infrastruktur".