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Olympia-Streit: Weikert kontert DSV-Kritik an Mailand-Cortina

DOSB-Boss kontert DSV-Kritik

Der DOSB-Präsident verteidigt die IOC-Entscheidung für dezentrale Winterspiele in Norditalien und widerspricht dem DSV-Alpinchef.
Die Olympischen Winterspiele 2026 finden in Mailand und Cortina statt. Aber auch andere Orte in Italien werden zum Schauplatz der Wettkämpfe. Hier gibt's alle Austragungsorte im Überblick.
Der DOSB-Präsident verteidigt die IOC-Entscheidung für dezentrale Winterspiele in Norditalien und widerspricht dem DSV-Alpinchef.

DOSB-Präsident Thomas Weikert glaubt, dass sich „die Aufregung um die Entfernungen“ bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo bald „legen wird“. Im Münchner Merkur/tz sagte Weikert: „Mir ist es auch nicht recht, dass ich von Cortina drei Stunden nach Predazzo brauche. Aber es ist, wie es ist.“

Die Aussage des Alpinchefs Wolfgang Maier vom Deutschen Skiverband (DSV) von „Spielen zweiter Klasse“ kann Weikert „überhaupt nicht“ nachvollziehen. „Es gibt zwar kein kompaktes Dorf für alle, das ist im Winter allerdings auch etwas schwieriger“, sagte er: „Den einen Ort, der die Traum-Infrastruktur, den Schnee und vorhandene Anlagen hat, den wird es in Zukunft nicht mehr geben.“

Zersplitterte Alpinrennen sorgen für Unmut

Die Spiele von Mailand/Cortina (6. bis 22. Februar) finden großteils in bestehenden Anlagen statt. Diese aber erstrecken sich über 22.000 Quadratkilometer, von den Dolomiten bis zur Poebene.

Maier stört sich vor allem an der Aufsplitterung der Alpinwettbewerbe: Die Frauen fahren in Cortina d’Ampezzo, die Männer im Stunden entfernten Bormio.

Eine Lösung für die Zukunft der Winterspiele könnte für Weikert ein „rollierendes System“ mit festen Ausrichtern sein, für das sich auch Maier einsetzte. „Es wird aufgrund des Klimawandels zukünftig nicht mehr 15 Städte oder Regionen geben, die für Winterspiele infrage kommen. Da halte ich diese Idee für eine Alternative, über die es nachzudenken lohnt“, sagte er.