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Weniger Druck für Nörl: "Habe jetzt schönere Zeit"

Weniger Druck für deutschen Olympia-Star

Der deutsche Snowboardcrosser erlebt in Livigno seine dritten Olympischen Spiele. Wie es danach weitergeht, lässt er offen.
Martin Nörl nimmt an seinen dritten Spielen teil
Martin Nörl nimmt an seinen dritten Spielen teil
© IMAGO/GEPA pictures/SID/Oliver Lerch
Der deutsche Snowboardcrosser erlebt in Livigno seine dritten Olympischen Spiele. Wie es danach weitergeht, lässt er offen.

Der zweimalige Gesamtweltcupsieger im Snowboardcross Martin Nörl geht vergleichsweise gelassen in seine dritten Olympischen Winterspiele. Er spüre weniger Druck als vor den Spielen 2022 in Peking, als er als Goldfavorit gehandelt wurde, „ich merke das schon“, sagte er dem SID: „Ich habe jetzt eine schönere Zeit.“

2022 hatte Nörl die letzten drei Wettbewerbe vor Beginn der Spiele allesamt gewonnen, war beim Saisonhöhepunkt dann aber nach einer Kollision bereits im Viertelfinale gescheitert. Ende 2023 brach sich der 32-Jährige, der 2022 und 2023 den Gesamtweltcup gewann, dann das Sprunggelenk, nach langer Zwangspause konnte er zunächst größtenteils nicht mehr an seine einstigen Bestleistungen anknüpfen.

Auf die Wettkämpfe in Livigno am Donnerstag (Qualifikation 10.00 Uhr, Entscheidung 13.45 Uhr, ZDF und Eurosport) blickt der Vizeweltmeister von 2023 dennoch optimistisch: „Beim Snowboardcross passiert echt immer viel. Ich denke, dass ich gut drauf bin, ich fühle mich gut. Was rauskommt, wird man sehen.“

Über die weiteren Karriereplanungen will sich Nörl, dessen bisher beste Platzierung in diesem Winter ein vierter Rang Mitte Dezember war, nach dem Ende der Saison im März Gedanken mache. „Ich lasse es mir komplett offen“ sagte er, „ich denke weder, dass ich hier meine Abschiedstournee mache, noch, dass es auf jeden Fall weitergeht. Ich will auch nicht ausschließen, dass ich nochmal bei Olympischen Spielen angreife.“ Er wolle erst aufhören, „wenn der Spaß flöten geht. Wenn es körperlich nicht mehr geht, ist es eh klar.“