Die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), die Nordische Kombination aus dem Olympia-Programm zu streichen, sorgte für mächtig Wirbel. Nun spricht auch der zweimalige Olympiasieger Vinzenz Geiger über die Entscheidung und übt harte Kritik am IOC.
Olympia-Aus bestürzt deutschen Topstar: "Ein Riesenschock"
„Es war ein Riesenschock“
„Es war für uns natürlich ein Riesenschock, wir haben nicht damit gerechnet, dass wir rausfliegen. Vor allem für die jungen Athleten, ist das natürlich etwas echt Tragisches“, sagte Geiger bei Home of Sports (powered by IPPEN.Media).
Das IOC formulierte Kritikpunkte wie eine zu geringe internationale Verbreitung, eine begrenzte Zahl konkurrenzfähiger Nationen und eine vergleichsweise geringe globale Zuschauerreichweite. Diese Argumente weist der 28-Jährige zurück.
Vinzenz Geiger kritisiert das IOC
„Ich denke, es ist nicht nachvollziehbar, was das IOC da entschieden hat. Das Argument, dass zu wenige Nationen um die Medaillen kämpfen, ist nicht plausibel. Das ist in anderen Sportarten genau gleich“, erklärte Geiger.
Doch der Olympiasieger von Peking 2022 lässt sich von der drastischen Maßnahme nicht unterkriegen: „Wir werden weiter kämpfen. Wenn jemand sagt, unsere Sportart ist nicht spannend, dann sollte er sich einfach mal ein Rennen anschauen.“
Auch andere Top-Athleten der Nordischen Kombination haben bereits ihren Frust über die Entscheidung geäußert. Die frühere Gesamtweltcup-Siegerin Nathalie Armbruster kritisierte bereits, „dass das IOC unsere Leistung der vergangenen Jahre, die Geschichte unserer Sportart mit den Füßen tritt und gleichzeitig auch ihre eigenen olympischen und sportlichen Werte verrät“.