Biathlon>

Gesundheitlich angeschlagen: Simon verzichtet auf Verfolgung

Superstar verzichtet auf Verfolgung

Nach zwei Goldmedaillen aus zwei Rennen lief es für Julia Simon im Sprint schlecht. Jetzt nimmt sie sich eine Pause.
Die Kreditkartenaffäre um Julia Simon und Justine Braisaz-Bouchet hat das französische Biathlon erschüttert. Julia Simon wurde verurteilt, darf aber trotzdem weiter für Frankreich starten. Geht das gut?
Nach zwei Goldmedaillen aus zwei Rennen lief es für Julia Simon im Sprint schlecht. Jetzt nimmt sie sich eine Pause.

Die zweimalige Olympiasiegerin Julia Simon wird in der Verfolgung der Biathletinnen aus gesundheitlichen Gründen nicht an den Start gehen. Das bestätigte Frankreichs Schießtrainer Jean-Paul Giachino wenige Stunden vor dem Jagdrennen am Sonntag (14.45 Uhr im LIVETICKER). „Es hat keinen Sinn, sie liegt zwei Minuten zurück. Sie schont sich für die Staffel am Mittwoch und den Massenstart am Samstag“, sagte Giachino.

Simon, die in Antholz bereits Gold mit der Mixed-Staffel und im Einzel gewonnen hat, hatte im Sprint der Frauen am Samstag mit zwei Schießfehlern nur den 34. Rang belegt. Zur Siegerin Maren Kirkeeide aus Norwegen fehlten ihr 1:55,8 Minuten. Im Anschluss hatte sie über gesundheitliche Probleme berichtet.

„Es war ein sehr schwieriges Rennen. Ich fühle mich ein bisschen, als wäre ich krank, mir war ein wenig übel“, sagte Simon: „Ich hatte Pfähle statt Beine, Sodbrennen, mir ging es wirklich nicht gut.“

Die Chancen auf weitere französische Medaillen stehen aber auch ohne Simon sehr gut. Oceane Michelon startet nach Silber im Sprint 3,8 Sekunden nach Kirkeeide, Teamkollegin und Bronzemedaillengewinnerin Lou Jeanmonnot 23,7 Sekunden hinter der Norwegerin.