Biathletin Selina Grotian blickt enttäuscht auf ihre erste Olympia-Erfahrung zurück. „Ich wusste, dass sie aufgrund der Distanz und der Einschränkungen in anderer Weise etwas Besonderes sein würden“, schrieb die 21-Jährige am Dienstagabend bei Instagram über die Winterspiele in Norditalien, „aber die Magie der Ringe, das Zusammenkommen der Athleten, der Geist ... das hat mich nie wirklich erreicht.“
Biathlon-Star vermisst Olympia-Feeling
Grotian vermisst Olympia-Feeling
Für sie hätten sich die Wettbewerbe in Antholz „eher wie eine sehr lange Weltmeisterschaft mit mehr Medienaufmerksamkeit“ angefühlt, fügte Grotian an: „Olympische Spiele hatte ich mir anders vorgestellt.“
Die Biathletinnen und Biathleten sind durch ihre Rennen in Südtirol von allen anderen Sportarten abgeschnitten. Eine schnelle Reise zu einer anderen Wettkampfstätte ist da aus zeitlichen und logistischen Gründen kaum möglich.
Grotian sucht nach Antworten auf Olympia-Enttäuschungen
Doch auch aus sportlicher Sicht hinterlassen die Winterspiele bei Grotian einen bitteren Beigeschmack. „Vor den Spielen hatte ich mir große Ziele gesetzt. Seit meiner Covid-Infektion hatte sich meine Form stetig verbessert und unsere Vorbereitung verlief recht gut“, sagte die Biathletin.
Nach schwachen Ergebnissen im Einzel (55. Platz), Sprint (52.) und in der Verfolgung (41.) suche sie nun „ehrlich gesagt nach Antworten. Hat mich die Höhe nach Covid mehr beeinträchtigt als erwartet? Normalerweise komme ich gut mit der Höhe zurecht“, schrieb Grotian: „Und am Schießstand hat nichts so funktioniert wie sonst.“
Und so sei es „nicht die Erfahrung, von der ich geträumt hatte“, sagte Grotian, „aber dennoch Teil der Reise.“