Biathletin Franziska Preuß hat nach dem Massenstart bei den Olympischen Spielen ihre langjährige Karriere beendet. Bei ihrer vierten Olympiateilnahme gewann Preuß keine Einzel-Medaille und konnte die Erwartungen der Öffentlichkeit nicht erfüllen. Der von den Sozialen Medien ausgehende „Psychoterror” bestärkte sie in ihrer endgültigen Entscheidung, Abschied vom Biathlon zu nehmen.
Olympia 2026: Preuß spricht nach Karriereende über Psychoterror im Internet
Preuß: „Habe niemanden umgebracht“
„Man ist ja immer noch ein Mensch und ich hab weder was Kriminelles gemacht oder jemanden umgebracht“, betonte die 31-Jährige auf SPORT1-Nachfrage und fügte hinzu, dass es einfach nur um Sport gehe.
Soziale Medien: „It‘s part of the game“
„Dadurch, dass man das Äußere erleben musste, habe ich gemerkt, dass es mir gar keine Medaille mehr wert ist“, sagte Preuß nach ihrem abschließenden 28. Platz im Massenstart. Aus Selbstschutz habe sie „die letzten Tage wenig Zeit auf Social Media verbracht.“
Der Einfluss der Sozialen Medien veränderte sich in den letzten Jahren und gehöre mittlerweile zum Leben eines Sportlers dazu, erläuterte sie nach dem Rennen. „It‘s part of the game, aber wenn es persönlich wird, ist es nicht mehr schön“, fügte sie hinzu. Und diese Grenzen „werden definitiv überschritten“, so Preuß.
Auch Teamkollegin Vanessa Voigt hatte schon nach dem Einzel in der ersten Olympia-Woche eine Social-Media-Pause angekündigt. „Dieses Instagram, das braucht einfach kein Mensch“, sagte die 28-Jährige, die „am liebsten“ eine Karriere „ohne Social Media“ gehabt hätte.