2018 noch am olympischen Himmel und acht Jahre später am Boden: Für Ester Ledecká waren die Olympischen Winterspiele 2026 eine große Enttäuschung. Nach ihrem Sturz im Super-G am Donnerstagmorgen stand für die Tschechin fest, dass sie Italien ohne ein einziges Finale und eine Medaille verlassen wird.
Olympia 2026: Debakel acht Jahre nach der Sensation
Debakel acht Jahre nach der Sensation
Denn schon in den Tagen zuvor musste Ledecká mit Rückschlägen umgehen: Zunächst stand vor Olympia fest, dass die 30-Jährige nicht gleichzeitig im Snowboard- und Ski-Alpin-Wettbewerb antreten kann. Grund dafür war die Terminplanung des IOC.
Ledecké weinte wegen Olympia-Zeitplan
Denn die alpine Damen-Abfahrt in Cortina und der Parallel-Riesenslalom im Snowboard im knapp 230 Kilometer entfernten Livigno fanden am selben Tag statt. Deswegen gestaltete es sich für das Multitalent aus Tschechien unmöglich, an beiden Wettbewerben teilzunehmen.
„Ich habe so hart gekämpft, wie ich konnte. Die Entscheidung wurde getroffen, das Programm nicht zu ändern“, zeigte sie sich im Eurosport-Interview enttäuscht: „Ich habe keine andere Wahl, als mich damit abzufinden.“
Bei olympics.com berichtete sie sogar: „Ich habe ein paar Mal deswegen geweint, aber wir haben getan, was wir konnten.“
Weltmeisterin stürzt bei Parade-Disziplin
Ledecká entschied sich letztlich für den Olympia-Start im Parallel-Riesenslalom, wo sie als Weltmeisterin von 2025 und 2017 große Favoritin war. Doch am vergangenen Sonntag stürzte sie bereits im Viertelfinale und war damit völlig überraschend vorzeitig ausgeschieden. Im Anschluss ging ihr Fokus auf den Super-G, doch auch dort stürzte sie am Donnerstag.
Damit stand fest, dass die Olympischen Winterspiele für die 30-Jährige beendet waren, ohne sie auch nur einen einzigen Finallauf erreicht hätte - geschweige denn um Medaillen kämpfen konnte.
2018 schockte Ledecká die Wintersportwelt
Sie wurde im Parallel-Riesenslalom mit dem Snowboard ihrer Favoritenrollen gerecht und schaffte zudem im alpinen Super-G die Sensation, als sie als Außenseiterin auch hier die Goldmedaille gewann. Die Ausnahmeathletin schockte damals mit ihrer Leistung die Wintersportwelt.
Bei den Olympischen Winterspielen 2022 wiederholte Ledecká ihren Goldmedaillengewinn im Parallel-Riesenslalom im Snowboarden, während sie im alpinen Skisport im Super-G den fünften und in der Kombination den vierten Platz belegte.
2025 meldete sie mit WM-Bronze in der Ski-Abfahrt auch in dieser Disziplin Ambitionen für Olympia an - doch statt einer Wiederholung der Sensation von Pyeongchang enden die Spiele von Mailand und Cortina für sie nun in einem bitteren Albtraum.