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Ex-Norwegen-Coach neuer Skisprung-Bundestrainer? Sportdirektor reagiert

Ex-Norwegen-Coach neuer Bundestrainer?

Skisprung-Bundestrainer Stefan Horngacher hört nach der Saison auf. Nun gibt es Gerüchte um einen Nachfolger.
Philipp Raimund holt sensationell Olympia-Gold auf der Normalschanze. Die Eurosport-Kommentatoren sind völlig aus dem Häuschen.
Skisprung-Bundestrainer Stefan Horngacher hört nach der Saison auf. Nun gibt es Gerüchte um einen Nachfolger.

Seit 2019 arbeitet Stefan Horngacher als Bundestrainer der deutschen Skispringer. Nach der laufenden Saison tritt er von seinem Amt zurück, einen Nachfolger gibt es bislang noch nicht.

Während der Fokus nach dem unerwarteten Olympiasieg von Philipp Raimund auf der Normalschanze aktuell gänzlich auf dem 25-Jährigen und den weiteren Olympischen Wettkämpfen liegt, brodelt im Hintergrund die Gerüchteküche.

So berichtete die norwegische Tageszeitung Dagbladet, dass der langjährige norwegische Coach Alexander Stöckl Topfavorit auf den Posten sei.

DSV reagiert auf Gerüchte um neuen Bundestrainer

Der deutsche Skiverband (DSV) reagierte auf die Gerüchte. „Das kann ich dementieren, dass es eine Einigung gibt“, sagte Sportdirektor Horst Hüttel dem SID am Dienstagmorgen in Val di Fiemme.

„Der Gesprächsprozess“ mit möglichen Kandidaten „laufe“, sagte Hüttel, „wir wollen hier aber den Fokus auf die Olympischen Spiele legen.“

Klarheit in der Personalie soll aber noch vor Saisonende herrschen.

Unschöner Abgang in Norwegen

Der nun heiß gehandelte 56 Jahre alte Stöckl trainierte von 2011 bis 2024 Norwegens Skisprung-Team. Die Trennung verlief unschön, unter anderen wandten sich die norwegischen Springer in einem Brief an den Verband, beschwerten sich über ihren Trainer und forderten das Ende der Zusammenarbeit.

Es kam zu einer öffentlichen Auseinandersetzung, die letztlich außergerichtlich geklärt werden konnte - und Stöckl noch lange beschäftigte. „Ich habe viel Körpergewicht verloren. Ich habe fast so wenig gewogen, wie die Skispringer. Und dann gab es auch noch wenig Schlaf. Das war nicht so angenehm“, blickte er in einem Interview mit dem TV-Sender NRK zurück.

Schließlich wechselte er zum polnischen Team, wo er bis Februar 2025 allerdings glücklos als Sportdirektor aktiv war. Seither ist er als Berater des kasachischen Verbandes tätig.

Dem Bericht zufolge pflegen Stöckl, der einst selbst als Skispringer tätig war, und DSV-Sportdirektor Horst Hüttel eine gute Verbindung.