Skispringer Philipp Raimund greift bei den Olympischen Winterspielen nach der Goldmedaille im Wettbewerb von der Normalschanze. Nach dem ersten Durchgang in Predazzo liegt der 25 Jahre alte Oberstdorfer mit einem Sprung auf 102,0 m und 135,6 Punkten in Führung.
Raimund greift nach Olympia-Gold - Hannawald begeistert
Raimund greift nach Olympia-Gold
“Jaaa! Telemark gut, sensationell!“, freute sich ARD-Experte Sven Hannawald über den rundum geglückten Versuch vom DSV-Adler.
Hannawald imponierte vor allem die Nervenstärke und Ernsthaftigkeit von Raimund.
„Die Raimund-Faust kommt zu einem Moment, bei dem es auch ultra sensationell ist. Er hat glaube ich gelernt, dass dieses Ausflippen ihm so ein bisschen die Spannung nimmt, die ja auch wichtig ist, auch wenn du nervös bist“, schilderte der Tournee-Sieger aus dem Jahr 2002. „Ich finde das sensationell, also wirklich Respekt“, zeigte er sich begeistert.
Selina Freitag gab sich in Bezug auf das Finale hoffnungsfroh. „Er macht einen ernsten, gelassenen und eigentlich total guten Eindruck“, so die deutsche Skispringerin in der ARD.
Foubert überraschend erster Raimund-Verfolger
Raimunds Vorsprung auf den überraschend zweitplatzierten Franzosen Valentin Foubert (134,6) beträgt allerdings nur einen halben Meter. Dritter ist der Norweger Kristoffer Eriksen Sundal (132,9). Der in dieser Saison bislang so überlegene Slowene Domen Prevc ist nach einem Sprung auf 100 m nur Achter (130,6).
Hoffmann patzt bei der Landung
Die weiteren Deutschen verabschiedeten sich aus dem Medaillenrennen. Der Tournee-Sechste Felix Hoffmann kam nach einem 100,0-m-Sprung mit wackeliger Landung nur auf Platz 13. Routinier Pius Paschke landete mit 101,0 m auf Platz 17. Pyeongchang-Olympiasieger Andreas Wellinger kam mit 102,5 m auf Platz 18 und muss die ohnehin kleine Hoffnung auf ein weiteres Gold begraben.